SoftBank hat auf seiner Hauptversammlung Ende Juni die KI-Strategie bekräftigt. Parallel dazu plant der Konzern ein Aktienoptionsprogramm, das Tausende neuer Bezugsrechte ausgibt. Für Aktionäre bedeutet das: Verwässerung.

Optionsprogramm für fast 300 Mitarbeiter

SoftBank will am 30. Juli 3.754 neue Aktienoptionen an 278 Personen ausgeben. Dazu zählen Führungskräfte, Mitarbeiter und Direktoren von Tochtergesellschaften. Jede Option berechtigt zum Kauf von 100 Aktien — zu einem Ausübungspreis von einem Yen je Aktie.

Das ist faktisch eine Schenkung. Der Ausübungspreis liegt weit unter jedem realistischen Marktkurs. Die Bezugsrechte können zwischen September 2026 und August 2030 eingelöst werden.

SoftBank begründet das Programm mit langfristiger Mitarbeiterbindung und der Angleichung von Mitarbeiter- und Aktionärsinteressen. Letzteres klingt gut — doch die Verwässerung trifft bestehende Aktionäre unmittelbar.

KI als Leitbild, Kurs unter Druck

Auf der Hauptversammlung betonte SoftBank seine Ambitionen rund um künstliche Intelligenz und künstliche Superintelligenz. Investitionen in Rechenzentren, Halbleiter und Robotik sollen den Konzern an die Spitze des KI-Sektors bringen. Die Mehrheitsbeteiligung an Arm Holdings bleibt dabei ein zentraler Baustein.

Der Aktienkurs erzählt eine andere Geschichte. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie fast 32 Prozent. Allein in der vergangenen Woche waren es weitere rund sieben Prozent. Der RSI liegt bei 43,5 — technisch noch kein überverkauftes Territorium, aber die Richtung ist eindeutig.

Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 114 Prozent ist SoftBank kein ruhiges Investment. Wer hier einsteigt, wettet auf eine KI-Vision, die sich bislang noch nicht im Kurs widerspiegelt.