Masayoshi Son zieht den Schlussstrich. SoftBank verkauft seine restlichen Anteile am Robotik-Spezialisten Boston Dynamics an Hyundai. Damit wird die Hyundai Motor Group zum alleinigen Eigentümer des Unternehmens.
Hyundai übernimmt vollständig
Der japanische Investor trennt sich von seinen verbliebenen 9,65 Prozent. Hyundai zahlt dafür rund 325 Millionen US-Dollar. Die Südkoreaner hielten bereits zuvor über 90 Prozent an dem Spezialisten für Laufroboter.
SoftBank nutzt für den Ausstieg eine vereinbarte Verkaufsoption. Das Management hatte diesen Schritt bereits beim ersten Teilverkauf vorbereitet. Mit dem Abschluss der Transaktion endet die Ära von SoftBank als Miteigentümer.
Radikaler Schwenk zur KI
Hinter dem Verkauf steht eine strategische Wende. Konzernchef Masayoshi Son setzt konsequent auf Künstliche Intelligenz. Er sieht in dieser Technologie die größte Revolution der Menschheitsgeschichte und vergleicht ihr Potenzial mit dem 50-fachen des Dotcom-Booms.
Parallel dazu plant SoftBank massive Investitionen in Europa. Bis zu 75 Milliarden Euro sollen in den Aufbau von KI-Rechenzentren in Frankreich fließen. Son konzentriert das Kapital der Vision Funds zunehmend auf die notwendige Infrastruktur für maschinelles Lernen.
An der Börse herrscht heute Verkaufsdruck. Die SoftBank-Aktie verliert 4,46 Prozent und notiert bei 39,08 Euro. Der Rücksetzer folgt auf eine starke Phase mit fast 28 Prozent Kursplus im letzten Monat.
Am 22. Juni entscheidet der Hyundai-Vorstand final über den Zukauf. Damit schließt SoftBank die Monetarisierung seiner Robotik-Sparte ab und schafft Liquidität für neue Großprojekte.
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