Die SoftBank-Aktie rutscht am Dienstag um 8,59 Prozent ab. Der Kurs steht damit bei 26,60 Euro. Ein technologischer Durchbruch in China löst Schockwellen aus, die das japanische Investmenthaus massiv unter Druck setzen.
Chip-Angriff aus China
Der Auslöser liegt in Südkorea und China. Der Kospi-Index verlor am Dienstag mehr als zehn Prozent an Boden. Berichte über chinesische DUV-Lithografiemaschinen schreckten den Markt auf. Staatsnahe Unternehmen in China produzieren diese komplexen Anlagen nun in Serie.
Diese Entwicklung bedroht die Marktstellung etablierter Chip-Giganten. SoftBank trifft das empfindlich, da der Konzern fast 90 Prozent an dem Chip-Designer Arm Holdings hält. Die enge Verflechtung mit dem KI-Sektor schlägt in diesem Umfeld als Volatilität zurück.
Grünes Licht in den USA
Abseits der Börsenturbulenzen meldet SoftBank einen strategischen Erfolg. Die US-Aufsichtsbehörde FCC genehmigte offiziell die Übernahme des Internetanbieters WideOpenWest (WOW!). Der Deal ist Teil der Akquisition der DigitalBridge Group.
SoftBank will damit seine Infrastruktur für künstliche Intelligenz ausbauen. Die neuen Breitband-Assets sollen digitale Bezahldienste und Rechenzentren unterstützen. Der Konzern baut so die Brücke zwischen klassischer Telekommunikation und modernen KI-Diensten.
Milliarden-Wette auf OpenAI
Masayoshi Sons Strategie bleibt extrem kapitalintensiv. Die Gruppe plant bis Oktober 2026 Investitionen von rund 64,6 Milliarden Dollar in OpenAI. Ein neuer Brückenkredit über 40 Milliarden Dollar soll diesen Umbau zur künstlichen Superintelligenz finanzieren.
Die Banken stützen diesen Kurs vorerst. Die Kreditfazilität lockte in dieser Woche zahlreiche neue Geldgeber an. Dennoch wächst die Nervosität bezüglich der hohen Verschuldung des Konzerns.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 33,4 Punkten bereits eine überverkaufte Lage. Die nächsten Antworten zum Schuldenmanagement liefert der Quartalsbericht im August.
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