Der Wert von SoftBanks Arm-Beteiligung übersteigt erstmals die gesamte Nettoverschuldung des Konzerns. Das ist mehr als ein buchhalterischer Meilenstein — es verändert die Risikowahrnehmung für Masayoshi Sons aggressive Investitionsstrategie grundlegend.
Arm als Sicherheitspuffer
SoftBank hält rund 90 Prozent an Arm Holdings. Diese Beteiligung ist inzwischen etwa 165 Milliarden Dollar wert — und liegt damit deutlich über der Nettoverschuldung von 122,9 Milliarden Dollar. Analysten werten das als erheblichen Puffer, der Son auch in volatilen Marktphasen Spielraum lässt.
Den Hintergrund liefert der Jahresabschluss 2025: SoftBank meldete einen Rekordgewinn von umgerechnet 35,4 Milliarden Dollar. Zwar fiel im vierten Quartal ein operativer Verlust von 2,88 Milliarden Dollar an, doch die Mark-to-Market-Gewinne aus dem Arm-Paket und stabilisierte Bewertungen im Vision Fund haben das Liquiditätsprofil des Konzerns neu geformt.
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OpenAI und das Healthcare-Netz
Parallel dazu nimmt SoftBanks OpenAI-Engagement neue Dimensionen an. Insgesamt hat der Konzern 64,6 Milliarden Dollar in OpenAI investiert und hält damit rund 13 Prozent. Allein im Quartal bis März 2026 verbuchte SoftBank einen Buchgewinn von 25 Milliarden Dollar auf diese Position. Marktbeobachter rechnen damit, dass ein möglicher OpenAI-Börsengang SoftBank einen weiteren Liquiditätszufluss bringen könnte.
Auf der operativen Seite schloss SoftBanks Telekommunikationsarm eine Allianz mit der Sumitomo Mitsui Financial Group und Fujitsu. Ziel ist eine japanische Healthcare-Plattform auf Basis souveräner Cloud-Infrastruktur und eigener Sprachmodelle. Die Plattform soll 60 Millionen Nutzer und 4.000 medizinische Einrichtungen erreichen — eingebettet in die bestehenden PayPay- und LINE-Ökosysteme.
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Bewertung und Rückkaufprogramm
Das laufende Aktienrückkaufprogramm umfasst 6,5 Milliarden Dollar, von denen im Geschäftsjahr 2025 bereits rund 4 Milliarden Dollar abgerufen wurden. Das Management setzt den Rückkauf fort, solange die Aktie aus seiner Sicht mit einem Abschlag zum Nettoinventarwert handelt.
Die Aktie schloss die Handelswoche an der Tokioter Börse bei 6.757 JPY. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 6.924 JPY — die Aktie testet damit die obere Widerstandszone. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,8x liegt spürbar über dem Fünfjahresdurchschnitt von 6,8x, was zeigt, welche KI-Prämie der Markt inzwischen einpreist.
Ob diese Prämie haltbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Arm an der Börse weiterentwickelt — und wann OpenAI den Schritt aufs Parkett wagt. Beides liegt nicht in SoftBanks Hand.
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