SoftBank baut seinen KI-Stack weiter aus — diesmal auf der Hardwareebene. Das japanische Technologiekonglomerat hat sich an einer 225-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für Kandou AI beteiligt, einem Chip-Startup, das einen strukturellen Engpass in der KI-Infrastruktur adressiert. Die Bewertung des Unternehmens liegt nach dem Abschluss der überzeichneten Series-A-Runde bei 400 Millionen Dollar.
Das Technologieproblem hinter dem Investment
Kandou AI löst ein konkretes Problem: Je größer KI-Modelle werden, desto mehr Daten müssen zwischen GPUs, CPUs und Arbeitsspeicher hin- und herbewegt werden. Genau diese Verbindungen — die sogenannten Interconnects — werden zum Nadelöhr.
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Die Technologie von Kandou AI überträgt Daten über sechs statt der üblichen zwei Leitungen und sendet bis zu fünf Bits gleichzeitig, bei halbem Energieverbrauch gegenüber Konkurrenzlösungen. Das erlaubt längere Übertragungswege und gibt Chip-Designern mehr Spielraum. Seit CEO Srujan Linga 2025 die Führung übernahm, hat das 2011 gegründete Unternehmen seinen Fokus von Consumer Electronics auf KI-Infrastruktur verlagert. Das frische Kapital soll nun die Produktion skalieren und Partnerschaften mit Hyperscalern ausbauen.
Wachsende Ambitionen, wachsende Belastungen
Das Kandou-AI-Investment reiht sich in eine Serie großer Schritte ein. Erst wenige Tage zuvor stand SoftBank-Chef Masayoshi Son beim Spatenstich für ein KI-Rechenzentrum in Piketon, Ohio — auf dem Gelände einer ehemaligen Urananreicherungsanlage. Das 33-Milliarden-Dollar-Projekt soll mit Erdgas betrieben werden und letztlich 9,2 Gigawatt Leistung liefern, der erste Abschnitt mit 800 Megawatt soll Anfang 2028 in Betrieb gehen.
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Die aggressive Investitionsstrategie hinterlässt jedoch Spuren in der Bilanz. Die Credit Default Swaps von SoftBank weiteten sich auf ein Elf-Monats-Hoch aus und sind die breitesten unter japanischen Großunternehmen. S&P Global Ratings stufte den Ausblick nach SoftBanks zusätzlichem 30-Milliarden-Dollar-Investment in OpenAI von stabil auf negativ herab. Die Ratingagentur warnte, die Wiederherstellung von Asset-Liquidität und Portfolioqualität könnte länger dauern als erwartet. SoftBank hält über seinen Vision Fund eine Beteiligung von elf Prozent an OpenAI.
Die Strategie ist klar: SoftBank positioniert sich über alle Schichten des KI-Wertschöpfungsstacks — von Sprachmodellen über Rechenzentren bis zu den Kupferverbindungen zwischen einzelnen Chips. Wie lange das Tempo der Kapitalallokation mit der Belastbarkeit der Bilanz vereinbar bleibt, wird Investoren in den kommenden Quartalen beschäftigen.
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