SoftBank Aktie: EPS bricht 2027 um 83 Prozent ein

SoftBank überrascht mit starkem Gewinn, doch der Ausblick auf 2027 trübt die Stimmung. Analysten heben Kursziel trotz erwartetem EPS-Rückgang an.

SoftBank Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
  • Aktienkurs gibt nach Bekanntgabe nach
  • EPS-Prognose für 2027 drastisch gesenkt
  • Analysten erhöhen dennoch Kursziel

Starke Gewinne, schwache Kursreaktion. SoftBank Group hat sein Geschäftsjahr per Ende März 2026 mit einem Gewinn je Aktie von 874 Yen abgeschlossen — 44 Prozent über den Analystenerwartungen. Der Kurs fiel trotzdem.

In der Woche nach der Ergebnispräsentation am 13. Mai verlor die Aktie 6,3 Prozent auf 5.745 Yen. Der Umsatz von 7,8 Billionen Yen traf die Erwartungen punktgenau. Kein Wunder also, dass der Markt anderswo nach Erklärungen suchte.

Der Knackpunkt: EPS bricht ein

Der Blick nach vorn trübt das Bild erheblich. 15 Analysten erwarten für 2027 einen Gewinn je Aktie von nur noch 149 Yen. Das wäre ein Rückgang von 83 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Frühere Modelle hatten noch 184 Yen prognostiziert.

Beim Umsatz sieht es besser aus. Für 2027 rechnet der Konsens mit 8,29 Billionen Yen — ein Plus von rund 6 Prozent. Das liegt leicht über dem historischen Wachstumstempo von 5,7 Prozent pro Jahr und deutlich über dem Branchendurchschnitt von 5,0 Prozent.

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Kursziel steigt trotzdem

Trotz des drastischen EPS-Einbruchs haben Analysten ihr Kursziel um 11 Prozent auf 5.971 Yen angehoben. Das deutet darauf hin, dass ein Teil der Analysten die Gewinnkorrektur als vorübergehend einschätzt.

Die Bandbreite der Einzelmeinungen ist enorm. Das bullishste Kursziel liegt bei 8.700 Yen, das pessimistischste bei 3.140 Yen. Eine größere Einigkeit über SoftBanks Zukunft gibt es offensichtlich nicht.

Der Konzern hält bedeutende Beteiligungen im Technologiesektor — darunter Investments in Künstliche Intelligenz über seinen Vision Fund. Das operative Telekommunikationsgeschäft in Japan läuft über die Tochter SoftBank Corp. Wie stark der erwartete Gewinnrückgang das Bewertungsmodell langfristig belastet, werden die Halbjahreszahlen im Herbst zeigen müssen.

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Über Dieter Jaworski 4190 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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