SoftBank erlebt einen herben Rückschlag an den Börsen. Der Grund ist eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs bis 2027. Die Nachricht belastet den japanischen Tech-Investor massiv.
OpenAI-Bewertung bremst Zeitplan
Berater von OpenAI drängen offenbar auf eine Verzögerung des Markteintritts. CEO Sam Altman will erst bei einer Bewertung von einer Billion Dollar an die Börse. Bisherige Pläne sahen ein Ziel von mindestens 852 Milliarden Dollar vor.
Für SoftBank steht viel Kapital auf dem Spiel. Der Konzern hält schätzungsweise 13 Prozent an dem KI-Pionier. Dafür hat das Unternehmen rund 64,6 Milliarden Dollar investiert.
Kurssturz in Tokio und Europa
Die Reaktion der Märkte folgte prompt. In Tokio stürzte die Aktie um 12,53 Prozent ab. Das vernichtete rund 38 Milliarden Dollar an Börsenwert.
An europäischen Handelsplätzen schloss das Papier am Freitag bei 34,20 Euro. Das entspricht einem Tagesverlust von 6,81 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei 44,5 Punkten.
Innerhalb der letzten sieben Tage verlor der Titel damit 13,14 Prozent an Wert. Die Nachricht belastete auch andere Tech-Werte wie Micron, Intel und Broadcom. Investoren hinterfragen nun die Zeitpläne für das KI-Wachstum.
Hohe Verluste trotz technischer Fortschritte
OpenAI selbst verbrennt derweil weiterhin Milliarden. Analysten erwarten für 2026 einen Nettoverlust von 14 Milliarden Dollar. Im Vorjahr lag das Defizit sogar bei 38,5 Milliarden Dollar.
Trotzdem treibt OpenAI die Entwicklung neuer Modelle wie GPT-5.6 voran. Auch ein eigener KI-Chip namens „Jalapeño“ befindet sich in Zusammenarbeit mit Broadcom in der Entwicklung.
Masayoshi Son setzt weiterhin alles auf künstliche Intelligenz. Der Konzern plant Zusagen von 600 Milliarden Dollar für Rechenzentren und Hardware. Die hohe Volatilität der Aktie von fast 115 Prozent zeigt die Nervosität im Markt.
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