SoftBank verdoppelt seinen Einsatz bei OpenAI — und riskiert dabei die eigenen Finanzgrenzen. Weitere 30 Milliarden Dollar fließen in den KI-Entwickler, nachdem der japanische Technologiekonzern bereits im Februar 2026 dieselbe Summe investiert hatte. Die aggressive Strategie hat jedoch einen Preis.
Bewertungssprung und wachsende Schuldenlast
Die jüngste Finanzierungsrunde bringt OpenAIs Gesamtkapitalbeschaffung auf rund 120 Milliarden Dollar und treibt die Bewertung des Unternehmens auf etwa 850 Milliarden Dollar — gegenüber 730 Milliarden Dollar zu Jahresbeginn. Neben SoftBank beteiligen sich auch Andreessen Horowitz, Microsoft und Nvidia an der Runde.
Für SoftBank selbst wird das Engagement zunehmend zum Balanceakt. Das Unternehmen hat sich intern eine Obergrenze für das Loan-to-Value-Verhältnis (LTV) von 25 Prozent gesetzt — ein Maß dafür, wie stark die Beteiligungen mit Schulden finanziert sind. Ende des vierten Quartals 2025 lag dieser Wert bei 20,6 Prozent. Das neue 30-Milliarden-Commitment dürfte die Kennzahl an diese Grenze heran- oder sogar darüber hinaustreiben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?
Überschreitet SoftBank die 25-Prozent-Marke dauerhaft, könnte das die Kreditwürdigkeit des Konzerns belasten und künftige Finanzierungskosten erhöhen.
Kursrückgang und strategische Verschiebungen
Die Aktie hat seit Oktober 2025 mehr als 45 Prozent an Wert verloren. Anleger stehen damit vor einer schwierigen Abwägung: langfristiges Wachstumspotenzial durch KI-Beteiligungen auf der einen Seite, steigende Verschuldung und hohe Bewertungsmultiplikatoren für private Technologieunternehmen auf der anderen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?
Gleichzeitig verändert OpenAI sein Produktportfolio. Am 25. März 2026 stellte das Unternehmen seine KI-Videoanwendung „Sora“ ein, um sich stärker auf das profitablere Unternehmensgeschäft zu konzentrieren. Ein bereits geplanter milliardenschwerer Deal mit Disney ist damit hinfällig.
Halbleiterengpässe als zusätzlicher Gegenwind
Das Investitionsumfeld für KI-Infrastruktur bleibt angespannt. In der Halbleiterindustrie zeichnet sich ein Engpass bei CPU-Hardware für KI-Inferenzserver ab: Preise für Intel- und AMD-Prozessoren sind um 10 bis 15 Prozent gestiegen, Lieferzeiten verlängern sich auf bis zu sechs Monate.
SoftBanks Vision Fund 2 investiert unterdessen weiter in Frühphasenprojekte — im Januar 2026 beteiligte er sich an einer 70-Millionen-Dollar-Series-B-Runde für Emergent Labs, ein Startup im Bereich der natürlichsprachlichen App-Entwicklung. Ob diese breit gestreute Strategie die Kursschwäche der vergangenen Monate aufwiegen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das LTV-Verhältnis in den kommenden Quartalen entwickelt.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

