SoftBank Aktie: OpenAI-Wette zahlt sich aus

SoftBank Group verzeichnet vierte Gewinnperiode in Folge, angetrieben durch massive Bewertungsgewinne aus der OpenAI-Investition. Die Finanzierung der KI-Wette erfolgt über den Verkauf anderer Beteiligungen.

SoftBank Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Gewinnsprung im dritten Quartal
  • Vision Funds als Haupttreiber des Umschwungs
  • Massive Finanzierung durch Verkäufe wie Nvidia
  • Offene Fragen zur Nachhaltigkeit der Strategie

Der japanische Technologie-Investor SoftBank Group hat den Turnaround geschafft. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2025) erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen (1,62 Milliarden Dollar) – nach einem Verlust von 369,2 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Damit steht die vierte schwarze Zahl in Folge zu Buche. Der Haupttreiber? Die rasant steigende Bewertung von OpenAI.

Vision Funds als Gewinnmotor

Die Rückkehr in die Gewinnzone ist vor allem dem Vision-Funds-Geschäft zu verdanken. Dieses Segment verbuchte einen Gewinn von 735,49 Milliarden Yen – ein drastischer Kontrast zum Verlust von 309,93 Milliarden Yen im gleichen Zeitraum 2024. Über die gesamten neun Monate bis Ende Dezember 2025 lieferte allein die OpenAI-Beteiligung einen Bewertungsgewinn von 2,8 Billionen Yen. Die All-in-Strategie von Konzernchef Masayoshi Son scheint aufzugehen: Mit Investitionen von über 30 Milliarden Dollar hält SoftBank mittlerweile rund 11 Prozent am ChatGPT-Entwickler.

Allerdings verfehlte das Ergebnis die Analystenschätzungen. Experten hatten laut dem Datenanbieter Visible Alpha mit einem Quartalsgewinn von 336,7 Milliarden Yen gerechnet. Über neun Monate kletterte der Gewinn auf 3,17 Billionen Yen (552,86 Yen je Aktie), verglichen mit 636,15 Milliarden Yen (106,33 Yen je Aktie) im Vorjahr. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um 7,9 Prozent auf 5,72 Billionen Yen zu.

Finanzakrobatik für die KI-Wette

Um die milliardenschweren OpenAI-Investitionen zu stemmen, greift SoftBank tief in die Trickkiste. Zwischen Juni und Dezember 2025 trennte sich der Konzern von seiner kompletten Nvidia-Beteiligung im Wert von 5,8 Milliarden Dollar und veräußerte T-Mobile-Anteile für 12,73 Milliarden Dollar. Zusätzlich nutzt das Unternehmen Anleihen und Kredite, die durch andere Beteiligungen wie den Chipdesigner Arm besichert sind. Im Dezember erhöhte SoftBank das Kreditvolumen gegen Anteile an der Telekom-Tochter SoftBank Corp von 800 Milliarden auf 1,2 Billionen Yen.

Diese aggressive Finanzierung weckt Sorgen bei Investoren. OpenAI, das weiterhin keine Gewinne erzielt, sieht sich zudem wachsendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die hohen Kosten für Training und Betrieb der KI-Modelle steigen, während Konkurrenten wie Alphabet aufholen. Die einstige Dominanz des ChatGPT-Entwicklers im Markt für große Sprachmodelle bröckelt zusehends. Bleibt die Frage: Kann SoftBank die kostspielige Wette auf OpenAI langfristig durchhalten – oder wird die Finanzakrobatik zur Belastung?

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