Der japanische Technologiekonzern SoftBank nutzt seine heimischen Erfolge, um globale Ambitionen zu finanzieren. Mit dem erfolgreichen US-Börsengang der Tochtergesellschaft PayPay sichert sich das Unternehmen dringend benötigten finanziellen Spielraum. Dieser strategische Schritt kommt genau zur rechten Zeit, denn Gründer Masayoshi Son bereitet derzeit eine gigantische Milliardeninvestition im Bereich der Künstlichen Intelligenz vor.
Der Zahlungsdienstleister PayPay feierte in der vergangenen Woche das größte US-Börsendebüt eines japanischen Unternehmens seit zehn Jahren. Gemeinsam mit einem Fonds der SoftBank-Gruppe sammelte die Firma knapp 880 Millionen US-Dollar ein. Obwohl der Ausgabepreis der Hinterlegungsscheine (ADRs) mit 16 US-Dollar unter der anvisierten Spanne lag, griffen Investoren beherzt zu. Bis zum Handelsschluss am vergangenen Freitag kletterte der Kurs auf über 21 US-Dollar, was einer Unternehmensbewertung von mehr als 12 Milliarden US-Dollar entspricht.
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Milliarden für die KI-Strategie
Für SoftBank ist der Börsengang weit mehr als ein reiner Prestigegewinn. Der Konzern benötigt liquide Mittel für seine weitreichenden Pläne im Technologiesektor. Aktuell plant CEO Masayoshi Son eine zusätzliche Investition von 30 Milliarden US-Dollar in den US-Entwickler OpenAI. Zur Finanzierung strebt SoftBank einen Kredit in Höhe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar an.
Diese aggressive Expansionsstrategie belastet das Kreditprofil des Konzerns spürbar. Die Ratingagentur S&P senkte kürzlich den Ausblick auf negativ, während die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS) des Unternehmens auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr stiegen. Die erfolgreiche Platzierung von PayPay liefert SoftBank in dieser Phase einen wichtigen Nachweis über den Wert der eigenen Beteiligungen.
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Dominanz im Heimatmarkt
Operativ steht PayPay auf einem soliden Fundament. Mit 72 Millionen Nutzern erreicht die App rund die Hälfte der japanischen Bevölkerung und wickelt ein Fünftel aller bargeldlosen Zahlungen im Land ab. Um diese Marktführerschaft weiter auszubauen, treibt das Unternehmen die vollständige Integration des Konkurrenten Line Pay voran, die bis Ende dieses Monats abgeschlossen sein soll. Gleichzeitig hält sich das Management die Option offen, nach dem Vorbild der SoftBank-Tochter Arm Holdings künftig auch ein Zweitlisting an der Tokioter Börse anzustreben.
In den kommenden Monaten verlagert PayPay den Fokus auf die Steigerung der Profitabilität durch die gezielte Auswertung von Konsumdaten. Zudem prüft das Unternehmen gemeinsam mit dem neuen Partner Visa eine Expansion über die japanischen Landesgrenzen hinaus. Für SoftBank belegt das erfolgreiche US-Debüt der Tochtergesellschaft, dass der Konzern in der Lage ist, erhebliche Werte aus seinem heimischen Portfolio zu heben, um die kostspieligen globalen Technologie-Wetten abzusichern.
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