PayPay läuft an der Nasdaq auf Hochtouren — und SoftBank braucht das Geld dringend. Während der Börsengang des japanischen Zahlungsdienstleisters dem Konzern frisches Kapital verschafft, wächst gleichzeitig der Druck auf die Bilanz. S&P hat den Ausblick auf negativ gesenkt.
PayPay mit starkem Debüt
Der Börsengang von PayPay war der größte US-Listing eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt. Die American Depositary Receipts starteten bei 16 Dollar und schlossen am ersten Handelstag bei 18,16 Dollar — ein Plus von 14 Prozent. Bis Freitag, den 13. März, kletterten die ADSs weiter auf 21,14 Dollar, was einem zusätzlichen Anstieg von 16,4 Prozent entspricht. Das Unternehmen ist damit mit 12,1 Milliarden Dollar bewertet.
Das Angebot umfasste lediglich 8 Prozent der ausstehenden Anteile. SoftBank und seine Telekommunikationstochter halten gemeinsam weiterhin die Mehrheit. CEO Ichiro Nakayama signalisierte zudem Offenheit für ein mögliches Dual-Listing in Tokio, sobald der Zeitpunkt stimmt.
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PayPay selbst verfügt über eine starke Ausgangsbasis: 72 Millionen Nutzer in Japan — rund die Hälfte der Bevölkerung — und einen geschätzten Marktanteil von 20 Prozent am bargeldlosen Zahlungsverkehr. Bis Ende März 2026 soll die Integration mit Line Pay abgeschlossen sein. Für das weitere Wachstum setzt das Unternehmen auf die Auswertung seiner umfangreichen Transaktionsdaten und eine Partnerschaft mit Visa.
S&P senkt Ausblick auf negativ
Der Erlös aus dem IPO fließt in SoftBanks wachsende KI-Ambitionen. Gründer Masayoshi Son plant, weitere 30 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren — aufgeteilt in drei Tranchen à 10 Milliarden Dollar über das laufende Jahr. Damit würde SoftBanks Anteil an OpenAI von rund 11 auf 13 Prozent steigen. Der Anteil nicht börsennotierter Werte im Portfolio dürfte dabei von geschätzten 42 auf über 50 Prozent klettern.
Zur Finanzierung plant SoftBank einen Brückenkredit von bis zu 40 Milliarden Dollar — die größte rein Dollar-denominierte Kreditaufnahme in der Unternehmensgeschichte, mit einer Laufzeit von rund zwölf Monaten. JPMorgan Chase gehört zu den vier Banken, die das Konsortium anführen.
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S&P reagierte prompt: Der Ausblick für SoftBank wurde von stabil auf negativ gesenkt. Die Ratingagentur bestätigte zwar das langfristige Emittentenrating von „BB+“, warnte jedoch vor Risiken für Liquidität und Portfolioqualität. Die Credit Default Swaps des Konzerns weiteten sich auf ein Elf-Monats-Hoch von rund 355 Basispunkten aus — der höchste Wert unter japanischen Großkonzernen.
Vermögensverkäufe als Puffer
Seit 2025 hat SoftBank mehr als 70 Milliarden Dollar in KI-Initiativen gesteckt und dabei auf eine Kombination aus Schulden und Portfolioverkäufen gesetzt. Veräußert wurden unter anderem Beteiligungen an T-Mobile US und Nvidia. Der PayPay-Börsengang reiht sich in diese Strategie ein — ähnlich wie das Arm-Holdings-IPO 2023.
S&P machte deutlich, unter welchen Bedingungen eine Rückkehr zum stabilen Ausblick möglich wäre: Ein verbessertes Loan-to-Value-Verhältnis durch weitere Asset-Verkäufe sowie ein IPO von OpenAI, der die Portfolioliquidität erhöhen würde. Letzteres bleibt jedoch von einem unsicheren Makroumfeld und Bedenken rund um eine mögliche KI-Überbewertung abhängig.
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