Chinas Zentralbank verschärft den Druck auf Solanas Aktivitäten im Land. Ein Beamter der PBOC erklärte heute gegenüber Financial News, dass Behörden Präsenzveranstaltungen gestoppt hätten und beteiligte Unternehmen sowie Personen untersuchen wollen. Für Anleger liegt das Risiko bei der lokalen Vermarktung: Sie gerät unter zusätzlichen Druck, sofern die angekündigten Untersuchungen zu weiteren Maßnahmen gegen chinesische Partner führen.
Behörden nehmen lokale Partner ins Visier
Anlass des Vorgehens ist Solanas Werbung über chinesische Unternehmen. Dazu gehörte eine Anzeige an der Außenwand des Citigroup Tower im Shanghaier Finanzviertel Lujiazui. Die Zentralbank bewertet solche Markenwerbung als Marketing für Kryptowährungen.
Die PBOC hatte gemeinsam mit lokalen Finanzbehörden, Polizei und Marktaufsicht die Veranstaltung Solana Accelerate China 2026 vor ihrem Beginn gestoppt. Das Vorgehen richtet sich damit sowohl gegen die öffentliche Werbung als auch gegen die Organisation von Treffen vor Ort.
Nach Darstellung des Zentralbankbeamten fallen SOL sowie Solanas technische Dienste für die Ausgabe und den Handel von USDT und anderen Kryptowährungen unter illegale Finanzaktivitäten. Als Grundlage nennt die Behörde eine Mitteilung von acht Behörden aus Februar 2026.
Damit trifft die regulatorische Auseinandersetzung einen breiteren Bereich als die Durchführung einer einzelnen Veranstaltung. Solanas technische Dienstleistungen gehören ausdrücklich zu den Tätigkeiten, die die Zentralbank beanstandet.
Unterschiedliche Erklärungen für die Absage
Solana hatte die Verschiebung der Veranstaltung am 16. Oktober mit organisatorischen Problemen erklärt. Solana-Präsidentin Lily Liu verwies damals auf Anmeldungen, die sich über Nacht vervierfacht hätten. Dadurch sei die bei den Behörden registrierte Kapazität überschritten worden.
Die nun öffentlich erläuterte Position der PBOC setzt einen anderen Schwerpunkt: Die Behörden begründen ihr Eingreifen mit den chinesischen Regeln für Kryptowährungen und deren Vermarktung.
Bereits im Oktober 2025 war ein Solana-Event in Shenzhen vorzeitig beendet worden. Für künftige Präsenzveranstaltungen in China spricht diese Vorgeschichte gegen verlässliche Planbarkeit, solange die Behörden Solanas Werbung als Verstoß gegen die geltenden Regeln einstufen.
Entscheidend wird die weitere Durchsetzung
Als nächste Schwerpunkte nennt die PBOC inländische Kryptohändler sowie lokale verbundene Unternehmen ausländischer Kryptoplattformen. Die angekündigten Untersuchungen sollen Unternehmen und Personen erfassen, die an der Solana-Werbung beteiligt waren.
Für Anleger rückt damit die Frage in den Mittelpunkt, wie weit die Behörden gegen diese lokalen Strukturen vorgehen. Zusätzliche Belastungen für Solanas Präsenz in China entstehen, sofern Partner ihre Werbe- und Veranstaltungsaktivitäten infolge der Untersuchungen einschränken müssen. Maßgeblich sind nun die konkreten Schritte gegen die Beteiligten und die weitere Durchsetzung der Regeln gegenüber lokalen Partnern.
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