Solana gerät am heutigen Donnerstag spürbar unter Druck. Auslöser für das Minus von 6,5 Prozent auf 108,61 USD ist ein marktweiter Ausverkauf im Kryptosektor, der von einer allgemeinen Flucht aus risikoreichen Anlagen ausgelöst wurde.
Zuspitzende Drohungen gegen die Schifffahrt im Zusammenhang mit dem Iran sowie mögliche militärische Schritte der USA trieben die Ölpreise nach oben und stärkten zeitgleich die Renditen von US-Staatsanleihen sowie den US-Dollar. In diesem Umfeld kam es Medienberichten zufolge binnen 24 Stunden zu marktweiten Krypto-Zwangsliquidationen im Volumen von 547 Millionen US-Dollar.
Abflüsse bei US-Spot-ETFs
Zu der allgemeinen Verunsicherung traten zuletzt auch Mittelabzüge bei institutionellen Produkten hinzu. Am Dienstag verzeichneten die US-amerikanischen Spot-ETFs auf Solana Nettoabflüsse in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar. Dieser Kapitalabzug ging vollständig auf das Konto des Grayscale Solana Trust zurück.
Die übergeordnete Marktschwäche verdrängte damit rasch die jüngsten Integrationsmeldungen. Erst gestern hatte Samsung Electronics America angekündigt, dass berechtigte Nutzer von Galaxy-Geräten in den USA ab der letzten Oktoberwoche grenzüberschreitende Zahlungen mit dem Stablecoin USDC über das Samsung Wallet durchführen können.
Die Solana Foundation teilte hierzu mit, dass Samsung Wallet und Samsung Pay Stablecoins auf der Solana-Blockchain unterstützen werden. Angesichts der makroökonomischen Spannungen vermochte dieser Ausbau der Infrastruktur den Kurs am Donnerstag jedoch nicht zu stützen.
Testphase für Alpenglow läuft
Auf technologischer Ebene befindet sich das Netzwerk zugleich in einer Testphase. Am 25. September ging das Upgrade mit dem Namen Alpenglow auf dem Devnet an den Start. Dieser Schritt ermöglicht es Entwicklern sowie Validatoren, die Neuerungen des Konsensmechanismus vorab eingehend zu überprüfen.
Ein bestätigtes Datum für die eigentliche Aktivierung auf dem Hauptnetzwerk hat Solana bislang nicht bekannt gegeben. Für Marktteilnehmer rückt damit neben der technischen Erprobung vor allem die Frage in den Mittelpunkt, wann sich das geopolitisch belastete Marktumfeld wieder beruhigt.
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