Nach dem Abschied von der Londoner Börse schaltet der neue Eigentümer Jiangxi Copper bei SolGold einen Gang höher. Eine milliardenschwere Finanzierung sichert den Ausbau des Prestigeprojekts Cascabel, während Analysten gleichzeitig vor Gegenwind am Kupfermarkt warnen. Für das ehemals eigenständige Unternehmen beginnt damit eine neue, kapitalintensive Ära unter chinesischer Führung.
Frisches Kapital für den Ausbau
Am 10. April 2026 schloss die Muttergesellschaft Jiangxi Copper eine massive Finanzierungsrunde ab. Die Ausgabe von umtauschbaren Unternehmensanleihen im Wert von fünf Milliarden Yuan sorgt für die nötige Liquidität, um die Entwicklung der neu erworbenen Kupfer- und Goldvorkommen voranzutreiben. Mit einem Zinssatz von lediglich 0,01 % sicherte sich der Konzern extrem günstiges Kapital bei professionellen Investoren.
Parallel dazu wurde die administrative Integration abgeschlossen. Finanzdatenanbieter führen die ehemaligen SolGold-Assets nun direkt unter den Hauptnotierungen der Muttergesellschaft in Hongkong und Shanghai. Dies markiert den endgültigen Schlusspunkt hinter den Übernahmeprozess und das Delisting von der London Stock Exchange zu Beginn des Jahres.
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Volle Kraft voraus in Ecuador
Am Flaggschiff-Projekt Cascabel im Norden Ecuadors konzentrieren sich die Aktivitäten im aktuellen Halbjahr auf die sogenannten „Early Works“. Der Entwicklungsplan sieht vor, die Camp-Einrichtungen massiv zu erweitern und die regionale Straßeninfrastruktur zu modernisieren. Dies ist notwendig, um die bevorstehende schwere Bauphase logistisch bewältigen zu können.
Technisch rücken die ersten Phasen des Portalbaus und der Zugangstunnel für das Alpala-Vorkommen in den Mittelpunkt. Die Strategie ist klar definiert: Einnahmen aus dem oberflächennahen Tandayama-América-Vorkommen sollen frühzeitig generiert werden, um den kapitalintensiven Untertagebau finanziell zu stützen.
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Dämpfer durch Goldman Sachs
Allerdings trübt ein aktueller Bericht von Goldman Sachs die kurzfristige Stimmung am Markt. Die Analysten warnten am 10. April vor einem Abwärtspotenzial bei den Kupferpreisen. Die Bank revidierte ihre Prognose für das globale Angebot-Nachfrage-Verhältnis und rechnet nun mit einem Überschuss von 490.000 Tonnen für das laufende Jahr.
Trotz dieses erwarteten Überangebots bleibt der strategische Wert von Cascabel aufgrund des langfristigen Elektrifizierungstrends unbestritten. Das Projekt beherbergt geschätzte Reserven von 2,8 Millionen Tonnen Kupfer und 7,6 Millionen Unzen Gold. Marktbeobachter werten die jüngste Finanzierung als Zeichen dafür, dass Jiangxi Copper trotz schwankender Rohstoffpreise am Zeitplan für die kommenden Großinvestitionen festhält.
In der kommenden Woche liegt das Augenmerk auf der weiteren logistischen Expansion vor Ort in Ecuador. Während die finanziellen Weichen durch die Milliarden-Anleihe gestellt sind, müssen nun die operativen Meilensteine beim Bau der Tunnel und Zufahrten erreicht werden.
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