Anleger im Sektor für Feststoffbatterien ziehen die Reißleine. Trotz technologischer Fortschritte geraten die Kurse der Entwickler massiv unter Druck. Solid Power markierte zuletzt ein neues Jahrestief.

Der Markt verliert die Geduld

Der Abwärtstrend erfasste zuletzt die gesamte Branche. Auslöser waren die Quartalszahlen des Konkurrenten QuantumScape. Obwohl das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Honda verkündete, stürzte die Aktie zweistellig ab.

Dieser Stimmungsumschwung belastet auch Solid Power. Der Markt sortiert derzeit neu. Anstatt auf langfristige Forschungsversprechen zu setzen, fordern Investoren greifbare Umsätze und eine skalierbare Produktion.

Operative Ziele gegen den Kursverfall

Die Aktie von Solid Power rutschte zum Wochenschluss auf 1,87 Euro ab. Damit notiert das Papier fast 48 Prozent unter seinem Höchstwert vom April 2026. Analysten werten dies als Reaktion auf das schwierige Umfeld für spekulative Technologiewerte.

Das Management hält indes an seinem Geschäftsmodell fest. Das Unternehmen konzentriert sich auf den Verkauf von Elektrolyt-Material und die Lizenzierung von Zelldesigns. Für das laufende Jahr strebt Solid Power eine Produktion von 75 Tonnen Elektrolyt an.

Entscheidung im August

Die Liquidität des Unternehmens gilt nach einer Kapitalmaßnahme zu Beginn des Jahres als gesichert. Dennoch muss Solid Power nun operativ liefern, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Die Zusammenarbeit mit BMW, Ford und SK On ist dabei entscheidend.

Klarheit versprechen die Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Solid Power wird diese Ergebnisse im August veröffentlichen. Dann stehen die konkreten Produktionsmengen und der Status der Abnahmetests bei den internationalen Partnern auf der Agenda.