Solvay Aktie: Harter Sparkurs

Solvay meldet sinkende Umsätze und Gewinne für 2025, kündigt Produktionsdrosselung an und erwartet auch 2026 ein schwächeres operatives Ergebnis.

Solvay Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und operativer Gewinn 2025 deutlich gesunken
  • Produktionskapazitäten in Spanien werden reduziert
  • Dividendenausschüttung für Aktionäre bleibt stabil
  • Ausblick für 2026 fällt verhalten aus

Solvay legt die Zahlen für 2025 auf den Tisch – und die fallen durchwachsen aus. Der belgische Chemiekonzern kämpft mit schwachen Märkten, hohen Transformationskosten und zunehmenden Wettbewerbsdruck. Die Anleger dürften gespannt sein, wie CEO Philippe Kehren das Ruder herumreißen will.

Gewinneinbruch trotz solidem Cashflow

Der Umsatz sank 2025 organisch um 6,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Besonders die Geschäfte mit Soda Ash und Beschichtungen litten unter der Marktschwäche, während Peroxide und Natriumbicarbonat zulegen konnten. Das operative Ergebnis (EBITDA) brach um 13,4 Prozent auf 881 Millionen Euro ein – die Marge hielt sich mit 20,7 Prozent aber noch auf solidem Niveau.

Immerhin: Der freie Cashflow erreichte 350 Millionen Euro. Solvay hielt die Investitionen mit 292 Millionen Euro straff im Zaum und profitierte von einem starken Working Capital Management. Die Nettoverschuldung blieb mit 1,6 Milliarden Euro stabil, die Verschuldungsquote liegt bei 1,8.

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Kapazitäten werden zusammengestrichen

Gestern kündigte Solvay an, die Soda-Ash-Produktion am spanischen Standort Torrelavega von 600.000 auf 420.000 Tonnen zu drosseln. Der Schritt soll ab dem dritten Quartal 2026 wirksam werden und bis zu 77 Stellen kosten. Grund sind die anhaltende globale Überkapazität und die hohen Energie- sowie CO2-Kosten in Europa.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte der Konzern seine Standorte ausgedünnt: Die Peroxid-Werke in Warrington und Povoa wurden geschlossen, ebenso die Special-Chem-Anlage in Salindres. Mit dem Sparkurs hat Solvay seit 2023 kumuliert 211 Millionen Euro an strukturellen Kosten eingespart – bis Ende 2026 sollen es rund 300 Millionen sein.

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Düsterer Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr rechnet Solvay mit einem EBITDA zwischen 770 und 850 Millionen Euro – deutlich unter dem Vorjahreswert. Negative Währungseffekte von 20 Millionen Euro und weitere Transformationskosten von 40 Millionen belasten das Ergebnis. Der freie Cashflow soll mindestens 200 Millionen Euro erreichen, bei Investitionen von maximal 300 Millionen.

Trotz der Sparmaßnahmen hält das Management an seiner Dividendenpolitik fest: Die Hauptversammlung am 12. Mai 2026 soll einer Gesamtdividende von 2,43 Euro je Aktie zustimmen. Nach der bereits gezahlten Zwischendividende würde am 20. Mai eine Schlussdividende von 1,46 Euro fließen.

Ob die Börse das honoriert, bleibt abzuwarten. Die anhaltenden Marktprobleme und die hohen Umstrukturierungskosten dürften die Aktie kurzfristig belasten. Langfristig könnte der Konzern von den Einsparungen und der Fokussierung auf profitablere Geschäfte profitieren – sofern sich die Nachfrage in den Kernmärkten stabilisiert.

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