Sony überrascht mit starken Quartalszahlen und hebt die Jahresprognose an. Der japanische Elektronikkonzern profitiert vor allem vom boomenden Musikgeschäft. Doch während die Ergebnisse überzeugen, stellen sich Anleger eine entscheidende Frage: Woher sollen die künftigen Wachstumstreiber kommen?
Operative Gewinn klettert um 22 Prozent
Die Zahlen für das dritte Quartal (Oktober bis Dezember 2025) fielen besser aus als erwartet. Der operative Gewinn stieg um 22 Prozent auf 515 Milliarden Yen (rund 3,28 Milliarden Dollar) – deutlich über den Analystenschätzungen von 469 Milliarden Yen. Der Nettogewinn legte um 11 Prozent auf 377,3 Milliarden Yen zu, während der Umsatz leicht um ein Prozent auf 3,71 Billionen Yen zulegte.
Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres zeigt sich ein ähnliches Bild: Der operative Gewinn kletterte um 21 Prozent auf 1,28 Billionen Yen, der Nettogewinn wuchs um 12,4 Prozent auf 947,78 Milliarden Yen. Die Gesamterlöse erhöhten sich um 2,3 Prozent auf 9,44 Billionen Yen.
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Musiksparte als Hoffnungsträger
Die starke Performance des Musikgeschäfts veranlasste das Management, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2026 deutlich anzuheben. Der erwartete operative Gewinn wurde um acht Prozent auf 1,54 Billionen Yen erhöht – ein Plus von 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Nettogewinn zeigt sich Sony optimistischer: Statt des zuvor prognostizierten Rückgangs um 1,6 Prozent erwartet der Konzern nun ein Wachstum von 5,9 Prozent auf 1,13 Billionen Yen. Die Umsatzprognose stieg auf 12,30 Billionen Yen.
Trotz der positiven Zahlen reagierte die Börse verhalten. Die Sony-Aktie legte in Tokio lediglich um 0,21 Prozent auf 3.352 Yen zu. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in den Unsicherheiten über die künftige Wachstumsstrategie. In den vergangenen Monaten geriet der Aktienkurs unter Druck, da Investoren nach klaren Impulsen für weiteres Wachstum suchen.
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Branchendruck und KI-Unsicherheit
Die Hardware-Sparte kämpft mit steigenden Speicherchip-Preisen, die durch den KI-Boom in die Höhe getrieben werden. Branchenkollege Nintendo musste am Dienstag einen Kursrutsch von 11 Prozent hinnehmen – Anleger befürchten steigende Produktionskosten. Auch die Gaming-Branche insgesamt steht vor neuen Herausforderungen: Die Einführung von KI-gestützten Spieleentwicklungstools durch Alphabet sorgt für Verunsicherung über die Zukunft traditioneller Entwicklungsprozesse.
Sony muss beweisen, dass der Konzern nicht nur von seinen etablierten Geschäftsbereichen lebt, sondern auch neue Wachstumsfelder erschließen kann. Die soliden Quartalszahlen schaffen zwar eine gute Ausgangsbasis, doch die strategischen Fragen bleiben vorerst unbeantwortet.
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