S&P 500: Inflationsdaten entscheiden

Der US-Leitindex S&P 500 verzeichnet deutliche Verluste. Die heutigen US-Verbraucherpreisdaten entscheiden über die weitere Zinspolitik der Fed und die Marktrichtung.

S&P 500 Aktie
Kurz & knapp:
  • S&P 500 verliert deutlich nach Höchstständen
  • Technologiesektor leidet unter Cisco und KI-Sorgen
  • Januar-Inflationsdaten entscheidend für Zinserwartungen
  • Markt erwartet volatile Reaktion auf CPI-Ergebnis

Die Wall Street erlebt turbulente Zeiten. Der S&P 500 verlor am Donnerstag 1,6 Prozent und schloss bei 6.832,75 Punkten – ein deutlicher Rücksetzer nach den jüngsten Höchstständen. Besonders hart traf es den Technologiesektor, der unter Sorgen um KI-bedingte Geschäftsmodell-Verwerfungen und schwachen Cisco-Zahlen litt.

Doch heute könnte die Richtung für die kommenden Wochen festgelegt werden. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit stehen die US-Verbraucherpreise für Januar auf der Agenda – und die Märkte sind angespannt.

Alle Augen auf den CPI

Ökonomen rechnen mit einem monatlichen Anstieg der Kernrate um 0,3 Prozent, was die Jahresrate von 2,7 auf 2,5 Prozent drücken würde. Klingt beruhigend – doch Vorsicht ist geboten. In den vergangenen vier Jahren fiel der Januar-CPI stets heißer aus als erwartet. JPMorgan kalkuliert mit Ausschlägen von bis zu 2,5 Prozent im S&P 500, je nachdem wie die Zahlen ausfallen.

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Die Brisanz ist klar: Nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten Anfang der Woche haben Anleger ihre Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen bereits zurückschrauben müssen. Eine Zinspause im März und April gilt mittlerweile als wahrscheinlich. Sollten die Inflationszahlen nun ebenfalls enttäuschen, wäre selbst die für Juni eingepreiste Zinssenkung in Gefahr – aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei etwa 70 Prozent.

Tech-Sektor unter Druck

Die Vorzeichenlage am Freitagmorgen bleibt angespannt. S&P 500 Futures notieren 0,3 Prozent im Minus, Nasdaq-Futures verlieren 0,2 Prozent. Der gestrige Tech-Ausverkauf sitzt den Anlegern noch in den Knochen. Cisco brach nach enttäuschenden Quartalszahlen um 12 Prozent ein, die sogenannten „Magnificent Seven“ büßten zwischen 0,6 und 3 Prozent ein.

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Parallel dazu sorgt ein neues KI-Tool von Algorhythm Holdings für Unruhe. Die Software soll Ineffizienzen im Frachtsektor massiv reduzieren – ein potenzieller Gamechanger, der bei Logistik-Aktien für Panikverkäufe sorgte. Algorhythm selbst schoss um 30 Prozent nach oben.

Analysten von Pictet Asset Management sehen die jüngsten Verluste allerdings entspannt: „Die Märkte haben einen gesunden Korrekturbedarf durchlaufen und etwas Übertreibung abgeschüttelt.“ Besonders spekulative Bereiche wie Meme-Aktien und unrentable Tech-Werte hätten Federn lassen müssen.

Ob der S&P 500 seine Wochenverluste begrenzen kann, entscheidet sich in wenigen Stunden. Bei einem milden Inflationswert könnte die Erholung schnell einsetzen – doch die Geschichte mahnt zur Vorsicht.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.