Die Wall Street bleibt angespannt. Während Donald Trump dem Iran ultimativ eine Frist für Atomverhandlungen setzt, zeigen sich Anleger weiter vorsichtig. Der S&P 500 verlor am Freitag 0,1 Prozent auf 6.853 Punkte. Bereits am Donnerstag hatte der Index 0,28 Prozent eingebüßt, nachdem Trump mit einem „sehr anderen Weg“ gedroht hatte, sollte Teheran sich nicht auf einen Deal einlassen.
Die Zeitspanne ist eng bemessen: In den nächsten zehn bis fünfzehn Tagen soll sich entscheiden, ob es zu einer Einigung kommt oder zu einer militärischen Konfrontation. Der Iran kündigte seinerseits „entschlossene und angemessene“ Gegenmaßnahmen für den Fall eines Angriffs an. Diese geopolitische Unsicherheit lässt Anleger auf Sicht fahren – eine klare Richtungsentscheidung bleibt aus.
Schwache Wirtschaftsdaten belasten zusätzlich
Neben der Iran-Krise drücken auch enttäuschende Konjunkturdaten auf die Stimmung. Das US-Wirtschaftswachstum im Schlussquartal 2025 fiel schwächer aus als erwartet. Gleichzeitig stieg der PCE-Index, das bevorzugte Inflationsmaß der Federal Reserve, im Dezember stärker als prognostiziert. Die Kombination aus schwächerem Wachstum und hartnäckiger Inflation ist Gift für Aktien.
Die Markterwartungen hinsichtlich weiterer Zinssenkungen blieben zunächst stabil. Doch die Datenlage könnte der Fed Spielraum für eine vorsichtigere Gangart nehmen. Anleger positionieren sich defensiv – die wichtige Marke von 7.000 Punkten beim S&P 500 bleibt vorerst außer Reichweite.
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UBS bleibt optimistisch für 2026
Trotz der aktuellen Unsicherheit zeigt sich die Schweizer Großbank UBS langfristig zuversichtlich. Die Analysten um David Lefkowitz sehen den S&P 500 bis Dezember 2026 bei 7.700 Punkten – ein Plus von über zwölf Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Als Zwischenziel setzte UBS für Juni 2026 eine Marke von 7.300 Punkten.
Die Begründung: Solides Gewinnwachstum, unterstützende Fed-Politik und die fortschreitende KI-Entwicklung sollten den Index weiter antreiben. Für 2025 rechnet UBS mit einem Gewinn je Aktie von 277 Dollar, für 2026 mit 310 Dollar. Das entspräche einem Wachstum von elf respektive zwölf Prozent. Die aktuelle Berichtssaison für das vierte Quartal zeigt bereits Wachstumsraten von rund 14 Prozent.
Allerdings warnt UBS vor einer Verlagerung der Marktführerschaft. Die sogenannten Magnificent 7 trugen 2025 noch knapp zwei Drittel zum Gewinnwachstum bei. 2026 soll ihr Anteil auf rund 50 Prozent sinken. Besonders kritisch sieht die Bank die aggressive Kapitalallokation der Hyperscaler im KI-Bereich: Die Investitionen in Rechenzentren haben sich in drei Jahren vervierfacht und verschlingen mittlerweile nahezu den gesamten operativen Cashflow dieser Unternehmen.
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Tech-Sektoren verlieren Glanz
Die Sorge vor überzogenen KI-Investitionen führte UBS zur Herabstufung der Sektoren Informationstechnologie und Kommunikationsdienste auf Neutral. Die Bank bezweifelt, dass der massive Kapitaleinsatz in angemessene Renditen mündet – zumal die Finanzierung zunehmend auf externes Kapital angewiesen ist. Sollten Investoren nervös werden, könnte das die Titel von Modellentwicklern und Zulieferern belasten.
Dennoch betonen die UBS-Strategen, dass die kurzfristigen Trends intakt bleiben. Für dieses Jahr erwarten sie zwei weitere Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte. Historisch gesehen haben Aktien in solchen Phasen – wenn die Fed lockert, ohne dass eine Rezession eintritt – überdurchschnittlich gut abgeschnitten. „Wir denken, dieser Bullenmarkt hat noch Luft nach oben“, so das Fazit.
Ob diese Zuversicht berechtigt ist, hängt entscheidend davon ab, wie sich der Iran-Konflikt entwickelt. Die nächsten zehn Tage dürften richtungsweisend sein.
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