Der S&P 500 hat am heutigen Freitag Geschichte geschrieben — zum ersten Mal in seiner Geschichte kletterte der breite US-Index über die Marke von 7.200 Punkten. Gleichzeitig beendet er den April mit dem stärksten Monatsergebnis seit November 2020. Ein bemerkenswerter Doppelschlag.
Tech-Earnings treiben den Index nach oben
Im Tageshoch markierte der S&P 500 bei 7.272,52 Punkten ein frisches Rekordhoch. Bis zum späten Nachmittag hielt er sich mit rund 7.230 Punkten gut im Plus — ein Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Rückenwind kommt vor allem aus dem Technologiesektor: Starke Quartalszahlen der großen US-Tech-Konzerne — darunter Apple mit außerordentlichen iPhone-Absätzen — nähren die Hoffnung auf einen anhaltenden KI-Investitionszyklus. Der Nasdaq 100 legte mit knapp einem Prozent Plus deutlich stärker zu als der breite Markt.
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Der April insgesamt war für Anleger versöhnlich. Der Dow Jones schloss den Monat mit einem Aufschlag von mehr als 7 Prozent ab, für die Woche zeichnet sich ein Plus von rund 1,3 Prozent ab. Der ungeliebteste Bullenmarkt liefert weiter.
Iran-Konflikt bleibt Belastungsfaktor
Trotz der Rekordstimmung lauern geopolitische Risiken im Hintergrund. Der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite bleibt ein latentes Spannungsfeld für die Märkte. Teheran überreichte Washington zwar eine neue Verhandlungsposition, doch die Reaktion aus dem Weißen Haus fiel kühl aus. Zudem hält das iranische Regime an seiner Absicht fest, die Straße von Hormus dauerhaft zu kontrollieren — eine Route, über die ein erheblicher Teil der globalen Ölversorgung läuft.
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Der Ölpreis spiegelt diese Unsicherheit nur bedingt wider: Die Nordsee-Sorte Brent fiel heute um rund 1,6 Prozent auf 108,60 Dollar je Fass. Gold gab ebenfalls leicht nach und notierte zuletzt bei rund 4.609 Dollar je Feinunze. Beide Bewegungen deuten darauf hin, dass Anleger die Geopolitik aktuell noch nicht als eskalierend einstufen — die robusten Unternehmensgewinne dominieren das Sentiment.
Dass die US-Berichtssaison bisher so stark verlief, half den globalen Märkten, trotz geopolitischer Gewitterwolken stabil zu bleiben. Die Mischung aus soliden Fundamentaldaten und weiter fließender Investitionsbereitschaft in KI-Infrastruktur gibt dem Index vorerst Halt — auch wenn der Iran-Konflikt jederzeit für neue Nervosität sorgen kann.
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