Die Wall Street erlebt turbulente Tage. Während der Dow Jones am Mittwoch nahe seines Rekordhochs notierte, brach der technologielastige Nasdaq-100 auf den tiefsten Stand seit November 2025 ein. Allein in zwei Handelstagen verlor der Index 3,3 Prozent. Am Donnerstag weiteten sich die Verluste aus: Der S&P 500 sackte um 1,1 Prozent auf 6.808 Punkte ab, der Nasdaq-100 rutschte weitere 1,4 Prozent auf 24.540 Zähler.
Die Ursache? Massive Umschichtungen aus Tech-Aktien in zyklische und defensive Werte. Nvidia verlor 2,4 Prozent, Amazon 3,4 Prozent. Besonders brutal traf es AMD mit einem Kurseinbruch von 17,3 Prozent – die enttäuschende Umsatzprognose signalisiert, dass der Chipkonzern im KI-Rennen nicht die erwarteten Fortschritte erzielt.
Schwache Arbeitsmarktdaten verschärfen Lage
Doch die Tech-Rotation ist nur ein Teil der Geschichte. Am Donnerstag belasteten überraschend schwache Arbeitsmarktdaten zusätzlich. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schoss deutlich über die Erwartungen. Bereits am Mittwoch hatte der Dienstleister ADP enttäuschende Beschäftigungszahlen aus der Privatwirtschaft gemeldet.
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„Die schwachen Arbeitsmarktdaten sind der deutlichste Ausdruck der K-förmigen Konjunktur“, analysiert Joachim Klement von Panmure Liberum. „Während der Technologiesektor boomt, leidet der Rest der Wirtschaft unter höheren Zöllen und mangelnder Nachfrage.“ Das Ergebnis: solides BIP-Wachstum bei gleichzeitig schwachem Arbeitsmarkt – ein Widerspruch, der Anleger nervös macht.
Wahllose Verkäufe oder fundamentaler Bruch?
Portfoliomanagerin Stephanie Niven von Ninety One spricht von „wahllosen Verkäufen“ bei Software- und IT-Werten. Anleger sorgen sich, dass neue KI-Tools wie Anthropics Claude die Geschäftsmodelle etablierter Anbieter gefährden könnten. AppLovin verlor weitere 16 Prozent – seit Weihnachten hat sich der Kurs fast halbiert.
Marktbeobachter streiten über die Einordnung: Handelt es sich um eine technische Neustrukturierung oder einen fundamentalen Bruch? Die Konzentration im S&P 500 bleibt extrem – die „Magnificent 7“ machen fast ein Viertel des Indexgewichts aus. Dieses Klumpenrisiko erreicht historische Dimensionen.
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Interessant: Global ex-US-Aktienfonds zogen im Januar 15,4 Milliarden Dollar an – der höchste Zufluss seit viereinhalb Jahren. US-Fonds erhielten dagegen nur 5,7 Milliarden Dollar. Der MSCI World ex USA Index legte seit Jahresbeginn 6,4 Prozent zu, während der S&P 500 nur 0,54 Prozent gewann.
Die Bewertungslücke ist evident: Der MSCI United States Index handelte Ende Januar mit einem KGV von 22,27 – deutlich über dem MSCI World (18,98) oder MSCI Europa (15,18). Derek Izuel von Shelton Capital Management sieht die Rotation als mehr als kurzfristigen Trade, falls Zins- und Währungsdynamik anhalten.
Der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am 11. Februar dürfte richtungsweisend sein. Bis dahin bleibt die Nervosität hoch.
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