S&P 500: Unterstützung wackelt

Der S&P 500 steht nach fünf negativen Wochen vor einer offiziellen Marktkorrektur. Geopolitische Spannungen lösen eine Flucht aus Risiko-Assets aus, während starke Unternehmensgewinne einen Lichtblick bieten.

S&P 500 Aktie
Kurz & knapp:
  • Längste Negativserie seit dem Jahr 2022
  • Kapitalabflüsse durch Iran-Konflikt getrieben
  • Überraschend robuste Quartalsgewinne der Unternehmen
  • Kritische Unterstützung bei 6.300 Punkten im Fokus

Der S&P 500 nähert sich einer kritischen Schwelle. Nach fünf Verlustwochen in Folge – der längsten Negativserie seit dem Jahr 2022 – steht der US-Leitindex unmittelbar vor einer offiziellen Marktkorrektur. Während geopolitische Spannungen die Stimmung drücken, verliert die stabilisierende Wirkung politischer Rhetorik spürbar an Kraft.

Geopolitik treibt Sektorrotation

Der anhaltende Iran-Konflikt bleibt der primäre Auslöser für Kapitalabflüsse und sorgt für eine deutliche Flucht aus Risiko-Assets. Anleger schichten derzeit massiv um: Weg von wachstumsstarken Technologiewerten, hin zu defensiven Sektoren und dem Energiesektor. Letzterer profitierte zuletzt deutlich von den Ölpreisen, wobei die Sorte Brent über die Marke von 110 US-Dollar kletterte.

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Im Gegensatz dazu gerieten Schwergewichte wie Microsoft und Meta unter Druck. Bei Microsoft lasten zunehmende Zweifel an der Nachhaltigkeit des aktuellen KI-Narrativs auf dem Kurs, was den Titel in den am stärksten überverkauften Zustand seit einem Jahrzehnt drückte. Technisch hat sich das Bild eingetrübt, da der Index mittlerweile fest unter seinen 50-Tage- und 200-Tage-Linien notiert.

Lichtblick bei den Fundamentaldaten

Trotz der Korrekturängste liefern die nackten Unternehmenszahlen ein überraschend resilientes Bild. Frühe Quartalsberichte zeigen ein Gewinnwachstum von fast 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei über 70 Prozent der Unternehmen die Erwartungen übertreffen konnten. Besonders die Industrie- und Rüstungssparten stechen hier positiv hervor. Zudem signalisiert der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erstmals seit drei Jahren wieder eine Expansion der US-Industrie.

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Ein wesentliches Risiko bleibt jedoch das Zusammenspiel aus hohen Energiekosten und der Rendite zehnjähriger Staatsanleihen, die zuletzt bei 4,46 Prozent lag. Diese Entwicklung erschwert es der US-Notenbank, ihre angestrebten Zinsziele im Bereich von 3,5 bis 3,75 Prozent zu erreichen.

In der kommenden Woche liegt der Fokus der Marktteilnehmer auf der Marke von 6.300 Punkten. Der S&P 500 schloss am Freitag bei 6.368,85 Punkten mit einem Tagesminus von 1,67 Prozent und testet damit eine wichtige Unterstützungszone. Sollte dieser Bereich nachhaltig unterschritten werden, prognostizieren Analysten von Goldman Sachs ein weiteres Abwärtspotenzial von bis zu acht Prozent, bevor der Markt einen tragfähigen Boden finden könnte.

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