S&P 500: Wackelt die 7.000er-Marke?

Der S&P 500 erreicht ein neues Allzeithoch, doch die Rally zeigt Risse. Tech-Giganten verlieren, während politische Äußerungen und Fed-Ernennungen die Märkte verunsichern.

S&P 500 Aktie
Kurz & knapp:
  • S&P 500 erreicht Rekord bei knapp 7.000 Punkten
  • Starke Verluste bei Amazon und anderen Tech-Titeln
  • Dow Jones pendelt um die 50.000-Punkte-Marke
  • Politische Aussagen sorgen für Dollar-Turbulenzen

Der S&P 500 hat am Montag ein neues Rekordhoch bei 6.947 Punkten erreicht – doch die Euphorie hält sich in Grenzen. Während der breitere Markt nach oben drängt, zeigt sich bei den Tech-Giganten Schwäche. Was steckt hinter der merkwürdigen Marktbewegung?

Dow über 50.000 – aber niemand feiert

Der Dow Jones knackte am Freitag erstmals die magische 50.000-Punkte-Marke, rutschte zum Wochenstart aber bereits wieder knapp darunter. Analyst Ronald Gehrt vom Broker Lynx warnt: „Sollte der Dow wieder deutlich unter die runde Marke fallen, brennt hier etwas an.“

Das Problem: Zuletzt wurden vor allem Aktien gekauft, die von einem breiten Wirtschaftswachstum profitieren sollen. Doch genau das sei „so aber gar nicht existent“, so der Experte. Die Rally basiert also auf einer Wachstumsphantasie, die sich in den Konjunkturdaten nicht widerspiegelt.

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Tech-Riesen unter Druck

Besonders auffällig ist die Rotation innerhalb des S&P 500. Während der Index neue Höchststände markiert, brachen Amazon-Aktien am Montag um 2,6 Prozent ein. Auch andere Mitglieder der „Glorreichen Sieben“ gaben nach – mit Ausnahme von Nvidia, das um 3,1 Prozent zulegte.

Der Grund: Investoren fürchten die Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz. Amazon und Alphabet hatten angekündigt, massiv in KI zu investieren – die Märkte reagierten mit Verkäufen. Offenbar zweifeln Anleger daran, dass sich diese Ausgaben zeitnah rentieren.

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Nervöses Hin und Her beim Dollar

Die Verunsicherung zeigt sich auch am Devisenmarkt. Präsident Trump sorgte am Dienstag für einen Dollar-Crash, als er sagte, die jüngste Abwertung mache ihm keine Sorgen. Finanzminister Scott Bessent musste am nächsten Tag gegensteuern und sich für einen „starken Dollar“ aussprechen.

Dazu kommt die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef. Der gilt als geldpolitischer Falke – nach der Ankündigung stieg die Zinsstrukturkurve, der Dollar erholte sich leicht, und US-Aktien-Futures gaben um 0,5 Prozent nach.

Die Fed selbst blieb am Mittwoch bei ihrem Leitzins von 3,5 bis 3,75 Prozent. Notenbankchef Jerome Powell zeigte sich optimistisch: Die Wirtschaft wachse ordentlich, die Inflationsrisiken ließen nach. Ob das ausreicht, um den S&P 500 nachhaltig über 7.000 Punkte zu hieven, bleibt abzuwarten.

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Über Dieter Jaworski 1422 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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