Die australische Börse zeigt sich zum Wochenstart in moderater Verfassung. Der S&P/ASX 200 legte am Montag um 0,2 Prozent auf 8.937 Punkte zu – ein überschaubarer Anstieg in einem von Zurückhaltung geprägten regionalen Umfeld.

Während in Festlandchina und Südkorea die Börsen wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen blieben und auch die US-Märkte am Presidents‘ Day pausierten, hielt sich das Handelsvolumen in Sydney in engen Grenzen. Die relativ milden US-Inflationsdaten vom Freitag wirkten noch etwas nach und stützten die Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die Federal Reserve.

Gemischte Signale aus der Region

Das Bild in Asien war durchwachsen: Während Hongkong mit einem Plus von 0,6 Prozent zulegen konnte, gab der japanische Nikkei-225 um 0,2 Prozent nach. Belastend wirkten dort schwächer als erwartete BIP-Zahlen – die japanische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, Ökonomen hatten 0,4 Prozent erwartet.

Die ruhigen Handelsbedingungen ließen Anleger in Sydney vorsichtig agieren. Wie Experte Jim Reid von der Deutschen Bank konstatierte, war die Lage relativ ereignisarm, da die wichtigsten Festlandmärkte feiertagsbedingt ausfielen.

Bankenwerte unter Druck

Unter Einzelwerten gerieten vor allem Bankentitel unter Verkaufsdruck. ANZ Group verlor 3,3 Prozent, nachdem Anleger Gewinne mitnahmen. Auch der Rohstoffsektor zeigte Schwäche: Fortescue rutschte um 4,1 Prozent ab.

Positiv wirkte hingegen die nachlassende Nervosität rund um KI-bedingte Marktrisiken, die in der Vorwoche für Unruhe gesorgt hatte. Mit dem langen Wochenende in den USA und den Feiertagspausen in wichtigen asiatischen Märkten dürfte die Zurückhaltung vorerst anhalten.