S&P Global Aktie: Asiens Industrie sendet gemischte Signale

Südkoreas Industrie wächst überraschend stark, während Thailand und Myanmar mit Verlangsamung und Engpässen kämpfen. Die PMI-Daten von S&P Global liefern ein gemischtes Bild der asiatischen Wirtschaft.

S&P Global Aktie
Kurz & knapp:
  • Südkorea verzeichnet stärkstes Wachstum seit 18 Monaten
  • Thailands Expansion verlangsamt sich deutlich
  • Myanmar leidet unter Materialknappheit und Inflation
  • Exportnachfrage zeigt regionale Unterschiede auf

Die jüngsten Einkaufsmanagerindizes aus Asien liefern ein durchwachsenes Bild der regionalen Konjunkturlage – und damit auch für S&P Global, dessen PMI-Daten weltweit als Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen gelten. Während Südkorea mit dem stärksten Wachstum seit eineinhalb Jahren überrascht, zeigt sich in Thailand eine Verlangsamung.

Der südkoreanische Fertigungssektor legte im Januar kräftig zu. Der von S&P Global erhobene Index kletterte auf 51,2 Punkte – der höchste Stand seit August 2024. Besonders bemerkenswert: Die Exportaufträge stiegen so stark wie zuletzt im April 2021. Nachfrage aus China, Nordamerika und Europa trieb die Entwicklung an. Neue Produktlinien in Schlüsselbranchen wie Halbleiter und Automobil befeuerten den Optimismus der Unternehmen auf den höchsten Wert seit Mai 2022.

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Materialengpässe bremsen Myanmar

Ganz anders präsentiert sich die Lage in Myanmar. Zwar kehrte der Fertigungssektor mit 50,9 Punkten knapp ins Wachstum zurück, doch Materialknappheit erstickt jede Dynamik im Keim. Die Engpässe belasten Produktion, Einkaufsaktivität und Lagerbestände gleichermaßen. Die Beschäftigung schrumpfte den fünften Monat in Folge, während die Verkaufspreise auf ein Elfmonatshoch kletterten – ein deutliches Warnsignal für die Kostenentwicklung.

Thailand verzeichnete im Januar den neunten Wachstumsmonat in Serie, allerdings verlangsamte sich das Tempo deutlich. Der PMI fiel von 57,4 auf 52,7 Punkte – der schwächste Wert seit fünf Monaten. Die Exportaufträge gaben erneut nach, was Unternehmen auf schwache Auslandsmärkte zurückführten.

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Preisdruck in Bangkok

Besonders brisant: Während die Inputkosten stiegen, fielen die Verkaufspreise so stark wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Thailändische Hersteller senken ihre Preise massiv, um im verschärften Wettbewerb zu bestehen – ein klares Zeichen für Margendruck. S&P Global Market Intelligence prognostiziert für Thailand nur 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum 2026.

Die divergierenden Signale aus der Region verdeutlichen die Herausforderung für Investoren. Südkoreas überraschende Stärke kontrastiert mit Thailands nachlassender Dynamik und Myanmars strukturellen Problemen. Für S&P Global als Datenlieferant bedeutet dies anhaltende Nachfrage nach Orientierung in unsicheren Märkten.

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Über Felix Baarz 1658 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.