Spotify Aktie: Preiserhöhung befeuert Wachstumsfantasie

Spotify hebt Preise in den USA an, was Analysten zufolge den Umsatz pro Nutzer steigert und die Margen verbessern soll. Mehrere Banken bekräftigen ihre Kaufempfehlungen.

Spotify Aktie
Kurz & knapp:
  • Preiserhöhungen für US-Abonnements ab Februar
  • UBS und Deutsche Bank bestätigen Kaufempfehlungen
  • Zusätzlicher Umsatz von 470 Millionen Euro erwartet
  • Aktie trotz positiver Signale deutlich im Minus

Spotify dreht an der Preisschraube – und Analysten wittern ihre Chance. Der Streaming-Gigant hebt ab Februar seine US-Abopreise an. Der Einzeltarif verteuert sich um einen Dollar auf 12,99 Dollar monatlich, Family- und Duo-Abos legen um jeweils zwei Dollar zu und kosten künftig 21,99 respektive 18,99 Dollar. Selbst Studenten müssen tiefer in die Tasche greifen: 6,99 Dollar werden fällig, ein Dollar mehr als bisher.

Die Reaktion der Finanzwelt fällt eindeutig aus. UBS bestätigte umgehend ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 800 Dollar – bei einem aktuellen Kurs um 504 Dollar eine satte Aufwärtsprognose. Die Bank rechnet vor: Die Preisanpassungen dürften den durchschnittlichen Umsatz pro US-Nutzer um rund zehn Prozent steigern und konzernweit immerhin 3,5 Prozent zum Premium-ARPU-Wachstum beisteuern.

Auch Deutsche Bank hält an ihrer positiven Einschätzung fest. Analyst Benjamin Black setzt das Kursziel bei 775 Dollar an und zerstreut Befürchtungen wegen steigender Label-Kosten. Seine Rechnung: Die Preiserhöhungen bringen dem Konzern zusätzlich 470 Millionen Euro im Gesamtjahr 2026 ein. Schon im ersten Quartal 2026 soll sich ein Rückenwind von 1,1 Prozentpunkten beim währungsbereinigten Premium-ARPU bemerkbar machen, danach sogar 3,2 Prozentpunkte.

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Margendruck oder Margenkick?

Mancher Investor hatte sich wohl kräftigere Preissprünge erhofft. Doch die Analysten sehen gerade in der Maßhaltung eine Chance: Falls der Basis-Tarif unverändert bleibt, könnte die Bruttomarge ab dem zweiten Quartal 2026 um etwa 75 Basispunkte über den bisherigen Schätzungen liegen. Mit einer aktuellen Bruttomarge von knapp 32 Prozent und einem Umsatzwachstum von fast zwölf Prozent in den vergangenen zwölf Monaten steht Spotify ohnehin solider da als noch vor Jahresfrist.

UBS hatte ursprünglich erst für das zweite Quartal 2026 mit US-Preisanpassungen gerechnet. Die vorgezogene Ankündigung könnte somit bereits die Q1-Schätzung von 5,5 Prozent währungsneutralem ARPU-Wachstum nach oben treiben. Die Bank sieht darin ein klares Signal: Spotify will 2026 das Umsatzwachstum beschleunigen und die Margen weiter ausbauen – neue Features, Produkte und KI-Tools inklusive.

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Bewertung lockt Schnäppchenjäger

Trotz der positiven Analystenkommentare hat die Aktie in den vergangenen sechs Monaten fast 28 Prozent eingebüßt. Das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis von 0,68 signalisiert eine mögliche Unterbewertung im Verhältnis zu den Wachstumsaussichten. Der Finanzgesundheitsscore steht bei soliden 3,01 Punkten – Spotify ist profitabel und erwirtschaftet Cashflow.

Jefferies senkte zwar das Kursziel von 800 auf 750 Dollar, hält den Titel aber weiter für einen „Top Pick“. Auch Bank of America Securities bleibt bei 900 Dollar Kursziel und erwartet starke Q4-2025-Zahlen. Die nächste Bilanzvorlage am 10. Februar dürfte zeigen, ob die Preisoffensive bei den Anlegern tatsächlich verfängt.

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