Große Pläne treffen auf fallende Kurse. St George Mining treibt sein Niobium-Projekt Araxá in Brasilien voran. Der Markt reagiert allerdings skeptisch. Während das Management von Weltklasse-Vorkommen spricht, rutscht die Aktie gefährlich nah an ihr Jahrestief.

Strategie für den Weltmarkt

Das Unternehmen positioniert Araxá als strategische Alternative zu chinesischen Produzenten. In Brasilien verfügt St George Mining über eine geschätzte Ressource von gut 95 Millionen Tonnen Niobium und Seltenen Erden. Der Ingenieurdienstleister Worley übernimmt nun die technische Leitung der anstehenden Machbarkeitsstudien. Eine endgültige Investitionsentscheidung soll in den nächsten 12 bis 18 Monaten fallen.

Cash-Erhalt durch Optionen

Um die Liquidität für Bohrungen zu schonen, geht das Management beim Kapitalerhalt neue Wege. Externe Berater erhalten für ihre Dienste keine Barzahlungen. Stattdessen gab das Unternehmen fünf Millionen Aktienoptionen mit einer Laufzeit bis 2027 aus. Damit bleibt mehr Geld für die operative Arbeit im Boden.

Die Börse honoriert diesen Sparkurs bisher kaum. Mit einem Wochenverlust von fast sechs Prozent nähert sich das Papier seinem Jahrestief bei 0,0457 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 29,9 mittlerweile eine stark überverkaufte Marktlage.

In den nächsten zwölf Monaten müssen die metallurgischen Tests die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Araxá belegen. Die Ergebnisse der anstehenden Scoping-Studie entscheiden über die industrielle Skalierung des Projekts. Aktionäre warten nun auf die ersten Bohrdaten der neuen Explorationsphase.