Der juristische Streit um einen milliardenschweren Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ist beendet. Stadler Rail geht leer aus. Siemens Mobility baut stattdessen die neuen Züge für die S-Bahn Zürich und die Westschweiz. Die formelle Vertragsunterzeichnung besiegelt eine bittere Niederlage für den heimischen Hersteller. Die Börse reagiert gelassen.
Siemens liefert zunächst 116 Doppelstock-Triebzüge. Das Auftragsvolumen liegt bei rund zwei Milliarden Schweizer Franken. Stadler hatte gegen diese Vergabeentscheidung ursprünglich geklagt. Im April zog das Management den Einspruch zurück. Gerichtsunterlagen zeigten zuvor, dass die SBB ihren Ermessensspielraum rechtmäßig genutzt hatten. Die Folge: operative Planungssicherheit.
Volle Auftragsbücher federn den Rückschlag ab
Trotz des entgangenen Heimspiels blickt der Vorstand optimistisch auf das laufende Jahr. Das Unternehmen strebt für 2026 einen Rekordumsatz von über fünf Milliarden Franken an. Die Produktionskapazitäten sind stark ausgelastet. Der Auftragsbestand liegt bei mehr als 32 Milliarden Franken.
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Ein Grund für das geplante Wachstum sind Nachholeffekte. Umweltkatastrophen in Valencia und im Wallis hatten die Auslieferungen verzögert. Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe verschoben sich dadurch in die Jahre 2025 und 2026. Diese Verschiebungen treiben nun die aktuellen Zahlen.
Generalversammlung und Kursentwicklung
In der kommenden Woche steht die Generalversammlung an. Aktionäre stimmen über eine vorgeschlagene Dividende von 0,50 Franken je Anteilsschein ab. Parallel dazu wählen sie mit Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat. Die beiden Manager sollen den Generationenwechsel im Gremium vorantreiben.
An der Börse zeigt sich der Titel unbeeindruckt von der SBB-Entscheidung. Die Aktie schloss am Freitag bei 24,72 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein zweistelliges Kursplus auf der Tafel. Damit notiert das Papier nur knapp unter seinem Jahreshoch. Setzt das Management auf der Hauptversammlung positive Signale für die Zielmarge von fünf Prozent, könnte dies den Aufwärtstrend weiter stützen.
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