Der Weg für den Milliardenauftrag in Berlin ist frei. Konkurrent Alstom verzichtet auf weitere Rechtsmittel gegen die Vergabe der S-Bahn-Ausschreibung. Damit kann das Konsortium um Stadler Rail das Großprojekt nun rechtssicher umsetzen.
Milliardenprojekt mit Langzeitwirkung
Der Auftrag umfasst die Lieferung von 350 vierteiligen Zügen für die deutsche Hauptstadt. Das reine Beschaffungsvolumen beläuft sich auf rund 3,5 Milliarden Euro. Der eigentliche Clou liegt in der Laufzeit: Stadler übernimmt die Instandhaltung der Flotte über 30 Jahre.
Parallel dazu betreibt das Unternehmen bestimmte Teilnetze für ein Jahrzehnt. Diese Service-Komponenten versprechen stabile Cashflows und hohe Margen. Der Abschluss dient dem Konzern obendrein als wichtiges Referenzprojekt für weitere europäische Metropolen.
Rekordjagd trotz Branchenflaute
Der Schweizer Zugbauer koppelt sich erfolgreich vom schwierigen Umfeld des heimischen Maschinenbaus ab. Während viele Konkurrenten unter Auftragsmangel leiden, profitiert Stadler von der globalen Verkehrswende. Die vollen Auftragsbücher sichern die Produktion für Jahre ab.
An der Börse kommt dieser Erfolg an. Die Aktie stieg seit Jahresbeginn um 14,38 Prozent. Mit aktuell 25,30 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch von 26,36 Euro.
Operative Umsetzung im Fokus
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 55,3 Punkten. Damit ist die Aktie trotz der jüngsten Gewinne technisch nicht überhitzt. Marktbeobachter richten ihren Blick nun auf die operative Umsetzung in Berlin.
In den kommenden Quartalsberichten muss das Management zeigen, dass es die Gewinnmarge stabil hält. Ein mögliches Vergabebeschleunigungsgesetz im Juli könnte künftige Projekte in Deutschland weiter absichern. Das Unternehmen startet nun unmittelbar mit der Arbeit an den neuen Zügen.
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