Stadler Rail läuft operativ rund. Der Auftragsbestand ist so hoch wie nie. Allerdings verzeichnet der Zughersteller einen Dämpfer in den USA: Die Verkehrsbehörde MARTA verschob die feierliche Inbetriebnahme der CQ400-Züge in Atlanta.
Verzögerung in den USA
Der für Anfang Juni geplante Festakt fällt kurzfristig aus. Grund sind ausstehende Sicherheitszertifizierungen und Verifizierungstests. Die 56 vierteiligen Züge wurden im Stadler-Werk in Salt Lake City gebaut und sollen zur Fußball-WM 2026 im Juni eine zentrale Rolle spielen. Die Behörde betont: Die Inbetriebnahme erfolgt, sobald alle Protokolle abgeschlossen sind.
Operative Rekordzahlen
Trotz der Verzögerung präsentiert sich das Geschäft stabil. Der Auftragsbestand kletterte auf über 32 Milliarden Schweizer Franken – ein Rekordwert. Das sichert dem Unternehmen eine hohe Auslastung für die kommenden Jahre.
Die wichtigsten Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres:
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- Umsatz: 3,7 Milliarden Franken, plus 13 Prozent
- EBIT-Marge: gestiegen von 3,1 auf 4,4 Prozent
- Reingewinn: fast verdoppelt auf rund 100,7 Millionen Franken
Parallel dazu wächst das margenstärkere Servicegeschäft. Sein Anteil am Gesamtbestand liegt bei rund 29 Prozent. Das reduziert die Abhängigkeit vom volatilen Projektgeschäft bei Neufahrzeugen.
Charttechnisches Signal
An der Börse zeigt sich die Aktie stabil. Anfang Juni kreuzte sie die 38-Tage-Linie nach oben – ein kurzfristiges Kaufsignal. Der Aufwärtstrend seit dem Frühjahr bleibt intakt. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie beträgt rund 11,9 Prozent.
Ausblick
Die nächste Hürde ist die vollständige Betriebsaufnahme der Flotte in Atlanta. Gelingt diese, könnte das als Reputationsbeweis für weitere Nordamerika-Aufträge wirken. Die Dividende von 0,50 Franken je Aktie wurde bestätigt. Das Erreichen der 5-Prozent-Marge im laufenden Jahr bleibt die wichtigste Messlatte für den weiteren Kursverlauf.
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