Innerhalb von nur 24 Stunden meldete der Schweizer Schienenfahrzeughersteller gleich zwei Vertragsabschlüsse aus Polen und Österreich. Während die operative Maschinerie auf Hochtouren läuft, trüben tieferliegende Finanzierungssorgen das Bild am Markt. Diese Diskrepanz zwischen vollen Auftragsbüchern und schwächelnder Cash-Generierung rückt nun ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
FLIRT-Plattform als Zugpferd
Die internationale Nachfrage nach dem emissionsarmen Modell FLIRT bleibt ungebrochen. In Polen unterzeichnete das Unternehmen einen Vertrag über 263 Millionen Euro für bis zu 20 Elektrotriebzüge. Fast zeitgleich bestellten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sieben weitere batterie-elektrische Einheiten für ihre Regionalflotte.
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Auch bei der Projektausführung punktet der Konzern. Anfang März nahmen drei Hochgeschwindigkeitszüge für die österreichische WESTbahn pünktlich den Betrieb auf. Zwischen Vertragsunterzeichnung und Rollout lagen dabei weniger als zwei Jahre. Ergänzt wird diese Expansionsstrategie durch das neu gegründete Joint Venture Stadler Digital Labs, mit dem sich das Unternehmen ein zusätzliches Standbein im Bereich Bahnsoftware aufbaut.
Rote Zahlen beim Cashflow belasten
Trotz der operativen Stärke reagiert der Markt verhalten. Der Kursrückgang am Freitag um 3,46 Prozent auf 20,62 Euro spiegelt die wachsende Skepsis der Investoren wider. Verantwortlich dafür ist vor allem die hohe Kapitalbindung.
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Der freie Cashflow rutschte 2025 ins Minus und zog das Nettoumlaufvermögen mit sich in den negativen Bereich. Finanzchef Raphael Widmer rechnet auch für das laufende Jahr 2026 mit einem negativen Nettoumlaufvermögen. Das starke Wachstum und die Vorfinanzierung der zahlreichen Großprojekte fordern ihren finanziellen Tribut.
Konkrete Termine im Fokus
Am kommenden Mittwoch, den 18. März, präsentiert das Management die Jahreszahlen für 2025. Im Fokus der Marktbeobachter steht dabei die Margenentwicklung bei der Abarbeitung des substanziellen Auftragsbestands. Ein weiteres zentrales Thema der Präsentation bildet das angestrebte Umsatzwachstum von 30 bis 40 Prozent für das Jahr 2026. Flankiert wird dieser Ausblick von der anstehenden Generalversammlung am 5. Mai, bei der Sabrina Soussan und Michael Schöllhorn als Nachfolger für zwei ausscheidende Mitglieder in den Verwaltungsrat einziehen sollen.
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