Erste Lokomotive auf dem Testgleis, Dividende verdreifacht, Rekordumsatz — und trotzdem wetten ungewöhnlich viele Investoren gegen Stadler Rail. Das Bild ist widersprüchlich.
Fortschritt auf der Schiene
Am 17. April rollte in Albuixech bei Valencia die erste EuroLight Dual-Lokomotive für Trenitalia über die Testgleise. Stadler liefert im Rahmen eines Vertrags aus dem Jahr 2023 zunächst 13 Einheiten, optional bis zu 50. Die Loks sind für den Einsatz im gesamten italienischen Netz vorgesehen — Zugrettung und Push-Pull-Betrieb. Im Dieselmodus leistet die Maschine 1.800 kW, unter der 3-kV-Gleichstromleitung 3.000 kW.
Der Auftragsbuchstand liegt bei über 32 Milliarden Franken. Langfristig stützt ein milliardenschweres Konsortiumsprojekt mit Siemens Mobility in Dänemark die Planung: 226 vollautomatische Triebzüge für die dänischen Staatsbahnen, Stadler verantwortet Mechanik und Endmontage.
Zahlen mit einem Haken
2025 wuchs der Umsatz um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken. Der Reingewinn verdoppelte sich auf knapp 101 Millionen Franken. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz deutlich über 5 Milliarden Franken an — bei einer EBIT-Marge von über 5 Prozent.
Der freie Cashflow blieb 2025 negativ. CFO Raphael Widmer erwartet auch für 2026 kein positives Nettoumlaufvermögen. Das ist der Knackpunkt.
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Hohe Short-Quote, wenig Vertrauen
Laut UBS-Daten gehört Stadler Rail zu den am stärksten leerverkauften Aktien im Schweizer Markt. Nur einer von neun Analysten empfiehlt den Kauf — trotz Rekordauftragsbuch und Gewinnsprung.
Die Generalversammlung am 5. Mai bringt zwei neue Verwaltungsräte: Sabrina Soussan, frühere Co-Chefin von Siemens Mobility, und Airbus-Manager Michael Schöllhorn. Die Dividende soll von 0,20 auf 0,50 Schweizer Franken je Aktie steigen — ein Signal an Aktionäre, das die operative Skepsis aber kaum auflöst.
Den nächsten Belastungstest liefert der Halbjahresbericht im August 2026. Dann muss das Management zeigen, ob die Effizienzprogramme tatsächlich die Margen verbessern — oder ob der negative Cashflow das Vertrauen weiter belastet.
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