Die Papiere des Schweizer Zugherstellers Stadler Rail beendeten den Handel am Freitag mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent bei 33,02 Euro. Damit notiert der Wert 2,1 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Zuletzt rückten vor allem Aussagen der Unternehmensleitung zur künftigen Ertragsstärke in den Fokus der Anleger.
Fundament für mehr Ertragskraft
Konzernchef Markus Bernsteiner äußerte sich am Mittwoch im Gespräch mit der «Finanz und Wirtschaft» zur operativen Lage. Vor seinem angekündigten Rücktritt habe er vor allem die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre bereinigen wollen. Nun sei eine saubere Basis geschaffen, mit der das Fundament für eine höhere Profitabilität gelegt sei.
Die personellen Weichen an der Führungsspitze sind bereits gestellt. Der Verwaltungsrat ernannte Philipp Brunner mit Wirkung zum 1. Januar 2027 zum neuen Group CEO. Bernsteiner beendet damit seine operative Chefrolle und will sich künftig auf Mandate im Verwaltungsrat konzentrieren.
Präsentationen auf der Branchenmesse
Auf der Bahnmesse InnoTrans in Berlin zeigte der Zugbauer die Niederflur-Tram TINA sowie einen Wasserstoffzug für Schmalspurstrecken.
Für den norwegischen Fernverkehr zeigten Stadler und Norske tog den FLIRT Nordic Express, dessen Betriebsstart für das Jahr 2028 vorgesehen ist.
Nächster Auftritt in den USA
Nach den Messeauftritten in Europa richtet sich der Blick auf den nordamerikanischen Markt. Am 5. Oktober 2026 wollen Stadler und das Verkehrsunternehmen Metra auf der Fachmesse APTA EXPO einen weiteren Zug vorstellen. Gezeigt wird der erste batterieelektrische FLIRT, der eigens für die Anforderungen in den Vereinigten Staaten konzipiert wurde.
Dieser Termin unterstreicht die Bemühungen des Konzerns, bei alternativen Antriebstechnologien auch außerhalb der europäischen Kernmärkte Fuß zu fassen.
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