Standard Finanznachrichtenered Aktie: Schwierige Rahmenbedingungen!

Die britische Bank erhöht Dividende und startet Aktienrückkauf, obwohl operative Ergebnisse und Ausblick hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das vierte Quartal und ein Wechsel im Finanzvorstand belasten.

Standard Finanznachrichtenered Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividende steigt um 65 Prozent auf 61 Cent
  • 1,5 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe vorgesehen
  • Operatives Wachstum für 2026 deutlich gedämpft
  • Überraschender Abgang des Finanzchefs belastet

Standard Chartered überrascht mit einer satten Erhöhung der Aktionärsvergütung – und das, obwohl die Geschäftszahlen eher durchwachsen ausfallen. Bankchef Bill Winters kündigte heute ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar an. Gleichzeitig erhöht die britische Bank die Dividende für 2025 um 65 Prozent auf 61 Dollar-Cent je Aktie. An der Londoner Börse reagierte die Aktie mit leichten Verlusten und notierte zeitweise bei 17,90 britischen Pfund, ein Minus von 1,43 Prozent.

Das Rückkaufprogramm läuft von heute bis zum 24. August 2026. Maximal 200 Millionen Aktien können über J.P. Morgan Securities zurückgekauft und anschließend eingezogen werden. Die Transaktionen erfolgen an der Londoner Börse und auf Cboe Europe, nicht aber in Hongkong.

Schwaches Schlussquartal trübt Jahresbilanz

Der Nettogewinn für 2025 kletterte zwar um ein Viertel auf 5,1 Milliarden Dollar. Doch dieser Anstieg verdankt sich weniger operativer Stärke als vielmehr einer gesunkenen Steuerlast und geringeren Wertberichtigungen. Der operative Gewinn legte lediglich um 7 Prozent zu. Besonders das vierte Quartal enttäuschte: Das Zahlenwerk verfehlte die Markterwartungen deutlich, vor allem das Handelsgeschäft schwächelte.

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Entsprechend gedämpft fällt der Ausblick aus. Für 2026 rechnet Standard Chartered nur noch mit einem Wachstum des operativen Gewinns am unteren Ende der Spanne von 5 bis 7 Prozent. Ursprünglich hatte die Bank das obere Ende dieser Bandbreite angepeilt.

Kostenprogramm enttäuscht, Finanzchef weg

Auch abseits der Quartalszahlen läuft es holprig. Das laufende Kostensenkungsprogramm wird statt der avisierten 1,5 Milliarden Dollar nur 1,3 Milliarden Dollar einsparen. Ein herber Rückschlag für die Effizienzstrategie.

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Noch gravierender: Vor zwei Wochen kündigte Finanzchef Diego De Giorgi überraschend. Der Manager galt als wichtiger Motor der Kosteneinsparungen und wurde als möglicher Nachfolger von CEO Winters gehandelt, der seit fast 11 Jahren an der Spitze steht. De Giorgis Abgang dürfte die Investoren zusätzlich verunsichert haben.

Im Mai will Standard Chartered einen Kapitalmarkttag abhalten und dann einen mittelfristigen Ausblick präsentieren. Bis dahin bleibt offen, wie die Bank ihre Wachstumsziele erreichen will.

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Über Dieter Jaworski 1553 Artikel

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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