Stellantis hat im zweiten Quartal 2026 deutlich mehr Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahr. Der Autobauer meldet für die drei Monate bis Ende Juni schätzungsweise 1,6 Millionen ausgelieferte Einheiten – ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den Ausschlag gaben vor allem Nordamerika und der europäische Kernmarkt.
Nordamerika liefert den größten Schub
In Nordamerika legten die Auslieferungen um rund 122.000 Einheiten zu, ein Sprung von 38 Prozent. Neue und überarbeitete Modelle trieben das Wachstum: der Ram 1500 HEMI V8, der neue Ram 1500 TRX SRT, der aufgefrischte Jeep Grand Wagoneer sowie der Grand Cherokee. Hinzu kommen die Hochlaufphasen des neuen Jeep Cherokee und des Dodge Charger mit zwei und vier Türen.
Im erweiterten Europa-Geschäft stiegen die Auslieferungen um etwa 39.000 Einheiten, ein Plus von 5 Prozent. Elektrofahrzeuge waren hier der Haupttreiber. Besonders gefragt: die Smart-Car-Plattform mit Citroën C3, Opel Frontera und Fiat Grande Panda, die zusammen rund 41.000 zusätzliche Einheiten beisteuerte – ein Zuwachs von 51 Prozent. Ältere B-SUV-Modelle wie Jeep Avenger oder Opel Mokka verloren dagegen rund 28.000 Einheiten. Leapmotor-Fahrzeuge legten kräftig zu, von wenigen Tausend auf 33.000 Einheiten.
Nahost und Südamerika bremsen
Nicht überall lief es rund. In der Region Naher Osten und Afrika sanken die Auslieferungen um rund 4.000 Einheiten, belastet durch den regionalen Konflikt und einen Rückgang von etwa 50 Prozent in den Golfstaaten. In Südamerika drückte vor allem die Schwäche des argentinischen Marktes, wo die Auslieferungen um rund 25.000 Einheiten einbrachen – ein Rückgang, den das Wachstum in Brasilien nicht vollständig ausgleichen konnte. Asien-Pazifik blieb mit 16.000 Einheiten stabil.
Die Zahlen sind vorläufige Schätzungen und können noch angepasst werden. Die vollständigen Quartalszahlen mit Umsatz- und Ergebnisdetails stehen noch aus.
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