Jeep bringt die Offroad-Variante seines Mittelklasse-SUV auf den Markt. Der 2027er Cherokee Trailhawk ist ab sofort bestellbar und setzt auf ein Hybridsystem, das Effizienz und Geländetauglichkeit verbinden soll. Für Stellantis ist das ein Baustein im Nordamerika-Geschäft, wo die Marke Jeep traditionell viel zum Ergebnis beiträgt.

Geländetechnik als Verkaufsargument

Der Trailhawk trägt das Trail-Rated-Siegel und kommt mit einem zweistufigen Verteilergetriebe, einem elektronisch sperrbaren Hinterachsdifferenzial und einer um rund zweieinhalb Zentimeter angehobenen Federung. Die Bodenfreiheit liegt bei neun Zoll, die Wattiefe bei 24 Zoll. Nach Unternehmensangaben ist das klassenbestes Niveau. Zusätzlich sind Unterfahrschutz aus Stahl, rote Abschlepphaken und Geländereifen Serie.

Angetrieben wird das SUV von einem 1,6-Liter-Turbo-Hybrid mit 210 PS. Jeep nennt einen geschätzten Verbrauch von 31 Meilen pro Gallone im kombinierten Zyklus. Die Ausstattung orientiert sich weitgehend an der höherwertigen Overland-Variante, darunter Sitzheizung, beheizbares Lenkrad und Memory-Funktion.

Preis und Produktion

Der Einstiegspreis beträgt 44.625 Dollar inklusive Überführungskosten. Damit positioniert Stellantis das Modell klar oberhalb der Basisversionen der Baureihe. Die Produktion startet noch in diesem Jahr im mexikanischen Werk Toluca.

Bemerkenswert ist der Kontext: Ein Hybridmodell mit Offroad-Profil passt zur Strategie, in den USA nicht allein auf Elektroantriebe zu setzen, sondern das Antriebsangebot breit aufzustellen. Jeep verweist zudem auf 85 Jahre Markengeschichte und will mit dem Trailhawk an die Tradition des Namens anknüpfen.

Robotik-Zulieferer bestätigt Stellantis als Kunden

Am Rande taucht Stellantis auch in einer Finanzierungsrunde auf. Das Pariser Start-up Inbolt, das Industrierobotern per 3D-Sicht und KI das Anpassen an Abweichungen ermöglicht, sammelte 12,5 Millionen Dollar ein. Stellantis zählt zu den Kunden. Nach Darstellung des Start-ups trug der Einsatz dazu bei, dass ein Stellantis-Werk in Detroit zu den leistungsstärksten im Konzern aufstieg.

Finanziell ist das für den Autobauer eine Randnotiz. Es zeigt aber, dass der Konzern in der Fertigung auf Automatisierung setzt, um Ausfallzeiten zu senken.

Konkret zählt nun der Produktionsanlauf in Toluca noch in diesem Jahr: Er entscheidet, wann die ersten Bestellungen des Trailhawk bei den Händlern ankommen.