Der neue CEO Antonio Filosa hat viel versprochen — und an zwei Tagen dieser Woche mehr auf den Tisch gelegt als sein Vorgänger in Monaten. Zwischen Elektro-Nostalgie und chinesischen Partnerschaften zeichnet sich ein echter Kurswechsel ab.
Citroën, Dongfeng und 60 neue Modelle
Herzstück der Strategie ist ein 60-Milliarden-Euro-Investitionsplan bis 2030, der 60 neue Modelle umfasst — vom Verbrenner bis zum reinen Elektroauto. Filosa hat klar gemacht, dass externe Partnerschaften künftig eine größere Rolle spielen als unter seinem Vorgänger Carlos Tavares.
Besonders ins Auge sticht die vertiefte Zusammenarbeit mit dem chinesischen Staatskonzern Dongfeng. Nachdem beide Seiten zuletzt ein Joint Venture für den chinesischen Markt abgeschlossen hatten, folgt nun ein europäisches Pendant — mit Stellantis-Mehrheit von 51 Prozent. Ziel ist es, die chinesische Premiummarke Voyah in Europa zu verkaufen. Geprüft wird außerdem, ob Dongfeng-Modelle künftig im Stellantis-Werk im französischen Rennes gefertigt werden könnten.
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Parallel dazu nutzt Citroën den Investorentag in Auburn Hills für eine historisch aufgeladene Ankündigung: Die legendäre Ente kehrt zurück — diesmal elektrisch. Der neue 2CV soll unter 15.000 Euro kosten und den geplanten EU-Vorgaben für günstige E-Fahrzeuge entsprechen. Weitere Details folgen laut Citroën beim Pariser Autosalon im Oktober.
Markenstruktur und Finanzziele
Filosa hat auch die Prioritäten im 14-Marken-Portfolio neu geordnet. Rund 70 Prozent der Marken- und Produktinvestitionen fließen in Jeep, Ram, Peugeot und Fiat sowie in die Nutzfahrzeugsparte Pro One. Chrysler und Alfa Romeo sollen regionaler positioniert werden, Lancia und DS übernehmen spezialisierte Rollen.
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Bei den Zahlen gibt sich das Management ambitioniert: Bis 2028 sind jährliche Kosteneinsparungen von 6 Milliarden Euro geplant, verglichen mit dem Niveau von 2025. Für 2027 peilt Stellantis positiven industriellen Free Cashflow an, der bis 2030 auf 6 Milliarden Euro steigen soll. Die bereinigte operative Marge soll bis Ende des Jahrzehnts auf 7 Prozent klettern.
Anleger reagieren verhalten
Die Börse zeigte sich von alldem noch nicht überzeugt. In New York schlossen die Stellantis-Papiere am Präsentationstag nahezu unverändert, nachdem sie zeitweise im Minus lagen. Das Hauptproblem aus Investorensicht: Execution-Risiko. Die langfristigen Ziele klingen überzeugend, doch konkrete Anhaltspunkte zur Umsetzungsgeschwindigkeit blieben rar. Unklar ist auch, ob weniger strategische Marken mittelfristig wegfallen könnten.
An der Euronext Mailand legte die Aktie zuletzt rund 1,7 Prozent zu. Den echten Test liefert nicht der Investorentag, sondern die kommenden Quartalsberichte — dann zeigt sich, ob Filosas Kurskorrektur tatsächlich greift.
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