Stellantis steckt tief in der Krise — und versucht gleichzeitig, die Grundlagen für einen Neustart zu legen. Mit dem neu gegründeten „Europe Supplier Advisory Council“ holt der Autohersteller 26 Schlüssellieferanten sowie die Branchenverbände Anfia und FIEV an einen Tisch. Das Ziel: eine stabilere Lieferkette und mehr Wettbewerbsfähigkeit in Europa.
Strukturierter Dialog statt Ad-hoc-Krisenmanagement
Der Rat soll Engpässe frühzeitig identifizieren und gemeinsame Lösungen entwickeln — bevor sie zur Produktionsbremse werden. Für 2026 sind drei Sitzungen mit je rund 1,5 Tagen geplant, in denen Innovation und industrielle Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt stehen. Lieferanten werden damit früher in strategische Entscheidungen eingebunden, was Risiken bei Teilverfügbarkeit und Logistik reduzieren soll.
Schwieriges Umfeld für die Initiative
Die Gründung des Gremiums fällt in eine Phase erheblichen finanziellen Drucks. Stellantis meldete für 2025 einen Jahresverlust von 22,3 Milliarden Euro, strich die Dividende für 2026 und verbuchte Abschreibungen von 22,2 Milliarden Euro — größtenteils auf eingestellte Elektrofahrzeugprogramme. Um die Liquidität zu sichern, platzierte das Unternehmen jüngst eine Hybridanleihe über 5 Milliarden Euro mit Kupons zwischen 6,25 % und 8,25 %.
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Auch intern gibt es Gegenwind: In den USA kritisiert die Gewerkschaft UAW, dass Boni an nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter ausgezahlt wurden, während Gewerkschaftsmitglieder aufgrund eines Rückgangs des bereinigten Betriebsergebnisses um 2,2 Milliarden Dollar leer ausgingen.
Analysten warten auf den Strategieplan
Die Aktie notiert derzeit rund 47 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch und damit deutlich unterhalb aller relevanten gleitenden Durchschnitte. Citi bewertet den Titel mit „Hold“ und einem Kursziel von 7 Euro; der MarketScreener-Konsens sieht ein Kursziel von 8,18 Euro bei einer „Outperform“-Einstufung.
Entscheidender Termin für die Neubewertung dürfte der Mai 2026 sein: Dann will CEO Antonio Filosa einen neuen Strategieplan vorstellen — den Investoren sehnlichst erwarten.
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