Stellantis dreht der E-Mobilität massiv den Rücken zu – und die Rechnung ist schmerzhaft. Der Autokonzern nimmt gewaltige Abschreibungen vor und streicht erstmals seit Jahren die Dividende. Zugleich zieht sich der südkoreanische Batteriepartner LG Energy Solution aus dem gemeinsamen Kanada-Projekt zurück.
22 Milliarden Euro in den Sand gesetzt
Die Zahlen sind brutal: Stellantis verbucht Wertberichtigungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro. Der Großteil dieser Abschreibungen geht auf die komplett überarbeitete Produktstrategie zurück. Die ursprünglichen Prognosen für E-Auto-Verkäufe erwiesen sich als dramatisch zu optimistisch.
Die Folge: Für das zweite Halbjahr 2025 erwartet der Konzern einen Nettoverlust zwischen 19 und 21 Milliarden Euro. Die Aktionäre müssen sich auf eine weitere Enttäuschung einstellen – Dividendenzahlungen werden ausgesetzt.
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LG Energy Solution steigt aus
Parallel zu dieser Hiobsbotschaft vollzieht sich ein bemerkenswerter Rückzug: LG Energy Solution übernimmt für symbolische 100 Dollar den 49-Prozent-Anteil von Stellantis an ihrem Batterie-Joint-Venture in Kanada. In die Fabrik flossen bislang mehr als 5 Milliarden kanadische Dollar – umgerechnet etwa 3,65 Milliarden Dollar.
Der Ausstieg von Stellantis ist nur ein Beispiel für den Strategiewechsel vieler Autobauer. Bereits 2024 hatte LG Energy Solution eine ähnliche Übernahme bei General Motors vollzogen und dessen Anteil am Batteriewerk in Lansing übernommen.
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Batterie-Engpass verschärft Lage
Als wäre das nicht genug, kämpft Stellantis laut Insiderinformationen mit Lieferproblemen bei Batterien. Der Zulieferer ACC aus Frankreich kommt mit der Produktion offenbar nicht nach. Die Konsequenz: Verzögerungen bei mehreren Elektromodellen, die eigentlich längst vom Band rollen sollten.
Die Gründe für das Scheitern der E-Auto-Strategie liegen auf der Hand: Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickelte sich deutlich schwächer als erwartet. Verschärft wurde die Situation durch den Politikwechsel in den USA. Unter Präsident Donald Trump fiel die 7.500-Dollar-Kaufprämie für E-Autos komplett weg – ein herber Schlag für alle Hersteller, die auf den amerikanischen Markt gesetzt hatten.
Die einst unter Joe Biden geförderte Elektrifizierung der Autoindustrie erlebt damit einen schmerzhaften Rückschlag. Für Stellantis bedeutet das Umsteuern nicht nur den Verlust von Milliarden, sondern auch einen langwierigen Umbau der Produktionskapazitäten.
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