STMicroelectronics reitet auf einer massiven Erfolgswelle. Am Montag knackte der Chipentwickler intraday die Marke von 70,00 Euro. Das bedeutet ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn schoss der Kurs um fast 194 Prozent nach oben.

Bank of America liefert den neuesten Treibstoff für den Kursaufschwung. Die Analysten hoben das Kursziel auf 86 Euro an. Sie stuften den Titel auf „Kaufen“ hoch. Der Markt unterschätzt laut den Experten die künftige Ertragskraft massiv.

Vier Faktoren treiben diese Neubewertung. STMicroelectronics baut seine Position bei optischen Verbindungen für Rechenzentren rasant aus. Der Marktanteil bei Silizium-Photonik soll in drei Jahren von fünf auf über 30 Prozent steigen. Amazon Web Services fungiert hier als wichtigster Ankerkunde.

Ein weiteres Standbein wächst im Weltall. Bei Satelliten im niedrigen Erdorbit hält der Konzern aktuell rund 90 Prozent Marktanteil. Bank of America rechnet hier bis 2028 mit kumulierten Umsätzen von 3,6 Milliarden US-Dollar. Das übertrifft die unternehmenseigene Prognose deutlich.

Die Folge: steigende Profitabilität. Die Bruttomarge soll von 37,3 Prozent in diesem Jahr auf 46 Prozent im Jahr 2028 klettern. Sinkende Kosten für ungenutzte Kapazitäten und bessere Preise treiben diese Entwicklung.

Analysten uneins über das Tempo

Auch andere Großbanken ziehen mit. Deutsche Bank Research sieht das Kursziel nun bei 75 Euro. Leistungshalbleiter sind laut den Analysten wieder stark gefragt. Goldman Sachs bleibt hingegen vorsichtiger und belässt die Einstufung auf „Halten“.

Fundamentale Daten stützen den Optimismus der Bullen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 23 Prozent auf knapp 3,1 Milliarden US-Dollar. Besonders das Rechenzentrumsgeschäft boomt. Hier erwartet das Management für das laufende Jahr rund eine Milliarde US-Dollar Umsatz.

Dividende im Blick

Für einkommensorientierte Anleger rückt nun ein konkreter Termin in den Fokus. STMicroelectronics schüttet eine Bardividende von insgesamt 0,36 US-Dollar je Aktie aus. Das Unternehmen überweist das Geld in vier Quartalsraten. In Europa fällt der Ex-Dividenden-Tag für das zweite Quartal auf den 22. Juni.

Die Aktie ging am Montag bei 68,77 Euro aus dem Handel. Der Abstand zum Tief aus dem November 2025 beträgt gewaltige 276 Prozent. Hält die Dynamik im Rechenzentrumsgeschäft an, dürfte das neue Kursziel der Bank of America bald in greifbare Nähe rücken.