STMicroelectronics hat am Donnerstag die Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der europäische Chipriese rutschte mit einem Nettoverlust von 30 Millionen Dollar (0,03 Dollar je Aktie) in die roten Zahlen. Im Vorjahresquartal stand noch ein Gewinn von 341 Millionen Dollar (0,37 Dollar je Aktie) zu Buche. Verantwortlich für den Absturz: Restrukturierungskosten und Wertminderungen in Höhe von 141 Millionen Dollar.
Bereinigt um diese Sondereffekte hätte der Gewinn bei 0,11 Dollar je Aktie gelegen – deutlich unter den 0,37 Dollar des Vorjahres. Das operative Ergebnis brach von 369 Millionen auf 125 Millionen Dollar ein. Beim Umsatz präsentierte sich das Bild etwas freundlicher: Mit 3,33 Milliarden Dollar übertraf STMicro die Analystenerwartungen von 3,28 Milliarden Dollar leicht. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von mageren 0,2 Prozent.
Spaltung der Geschäftsbereiche
Blickt man auf die einzelnen Segmente, zeigt sich eine klare Zweiteilung. Während Analog-Produkte, MEMS und Sensoren um 7,5 Prozent zulegten und RF- sowie optische Kommunikation sogar um 22,9 Prozent wuchsen, stürzte das Geschäft mit Leistungs- und diskreten Bauteilen um 31,6 Prozent ab. Dieser Bereich rutschte mit einem operativen Verlust von 124 Millionen Dollar tief in die roten Zahlen – nach einem Gewinn von 45 Millionen Dollar im Vorjahr.
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CEO Jean-Marc Chery räumte ein, dass die Erlöse im Automobilbereich unter den Erwartungen lagen. Die schwächelnde Nachfrage aus der Autobranche drückte auf die Margen und ließ die Kapazitätsauslastung sinken. Die Bruttogewinnmarge fiel auf 35,2 Prozent nach 37,7 Prozent im Vorjahr.
Verhaltener Ausblick fürs erste Quartal
Für das laufende erste Quartal stellt STMicroelectronics Umsätze von 3,04 Milliarden Dollar in Aussicht – ein Rückgang von 8,7 Prozent zum Vorquartal. Die Bruttogewinnmarge soll bei rund 33,7 Prozent liegen, belastet durch etwa 220 Basispunkte an ungenutzten Kapazitätskosten. Immerhin: Chery betonte, die Prognose falle besser aus als die übliche saisonale Abschwächung zu Jahresbeginn.
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Im Gesamtjahr 2025 sackte der Umsatz um 11,1 Prozent auf 11,80 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn schrumpfte dramatisch von 1,56 Milliarden auf gerade noch 166 Millionen Dollar (0,18 Dollar je Aktie). Der freie Cashflow lag bei 265 Millionen Dollar, während das Unternehmen 1,79 Milliarden Dollar in Sachanlagen investierte.
Für 2026 plant STMicroelectronics Investitionen zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Dollar. Der Konzern will seine Produktionsstandorte umbauen und die Kostenstruktur verschlanken, um die Cashflow-Generierung zu stärken. Die möglichen Auswirkungen neuer Handelszölle sind im Ausblick noch nicht berücksichtigt. An der Euronext Paris legte die Aktie am Mittwoch dennoch um 2,19 Prozent auf 24,97 Euro zu – gegen den Trend im schwachen CAC 40, der 1,06 Prozent verlor.
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