Die Aktie des finnischen Forst- und Verpackungsriesen Stora Enso legt heute deutlich zu, obwohl die aktuellen Quartalszahlen alles andere als rosig aussehen. Ein klarer Fall von „Kaufen der Nachricht“? Die Anleger scheinen den Blick auf die langfristige Strategie zu richten, während das operative Geschäft weiterhin unter Druck steht.
Zahlenwerk mit Schönheitsfehlern
Im vierten Quartal 2025 konnte Stora Enso zwar einen Netto-Gewinn von 363 Millionen Euro verbuchen – nach einem Verlust von 379 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Doch dieser scheinbare Erfolg trügt. Der operative Gewinn vor Sondereffekten (adjusted EBIT) sackte um 17 Prozent auf nur noch 100 Millionen Euro ab. Verantwortlich dafür waren vor allem fallende Zellstoffpreise, ungünstige Währungseffekte und die anhaltenden Anlaufkosten der neuen Verbraucherkarton-Linie im finnischen Oulu. Der Umsatz schrumpfte leicht auf 2,254 Milliarden Euro.
Die eigentliche Schwäche zeigt sich, wenn man die Bewertungseffekte für die eigenen Wälder herausrechnet: Pro Aktie blieb ein Verlust von 0,03 Euro. Die operative Marge rutschte auf 4,5 Prozent. Kurz gesagt: Das Kerngeschäft kämpft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stora Enso?
Der Masterplan: Spaltung und Fokussierung
Warum also steigt die Aktie um rund sieben Prozent? Die Antwort liegt in der heute vorgestellten strategischen Neuausrichtung. Das Management schlägt einen radikalen Schnitt vor: Das schwedische Forstvermögen soll in ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen ausgegliedert werden. Dieser Schritt, der bis zur ersten Hälfte 2027 vollzogen sein soll, soll zwei „Champions“ schaffen: ein reines Forstunternehmen und ein auf erneuerbare Verpackungsmaterialien fokussiertes Industrieunternehmen.
Parallel dazu läuft eine strategische Überprüfung der Sägewerke und Baulösungs-Sparte in Mitteleuropa. Ein Verkauf dieser Assets steht im Raum, um den Fokus weiter zu schärfen. Für Anleger ist die Botschaft klar: Stora Enso will schlanker, profitabler und vor allem ein klarer Leader im Wachstumsmarkt nachhaltiger Verpackungen werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Stora Enso?
Ausblick: Weiterhin steiniger Weg
Die Dividende bleibt mit 0,25 Euro pro Aktie stabil und wird in zwei Raten 2026 ausgezahlt. Doch der kurzfristige Ausblick ist gedämpft. Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin negative Effekte von 15 bis 30 Millionen Euro aus der Oulu-Ramp-up. Die Nachfrage nach Verpackungen und Zellstoff soll auf niedrigem Niveau stabil bleiben.
Die neuen, ehrgeizigen Langfristziele – ein Umsatzwachstum von über 4 Prozent und eine EBIT-Marge von mehr als 10 Prozent – wirken vor diesem Hintergrund wie ein kühner Blick in die Ferne. Heute honorieren die Anleger aber offenbar den Mut zur Veränderung. Die Frage ist, wie lange die Geduld reicht, bis die Strategie auch in den harten Zahlen ankommt.
Stora Enso-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Stora Enso-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Stora Enso-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Stora Enso-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Stora Enso: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

