Der Bitcoin-Markt befindet sich in einer tiefen Korrektur und zieht die Stammaktien von Strategy massiv nach unten. Doch für Inhaber der Vorzugsaktien (STRC) ergibt sich ein völlig anderes Bild: Das Unternehmen erhöht die monatliche Ausschüttung zum siebten Mal in Folge. Während der operative Verlust in die Milliarden geht, lockt Strategy nun mit einer annualisierten Rendite von 11,50 Prozent – ein kostspieliger Mechanismus, um den Kurs der Papiere zu stützen.
Der Zwang zur Zinserhöhung
Hinter der attraktiven Dividende steckt kein operativer Erfolg, sondern technischer Druck. Die Vorzugsaktie STRC ist so konzipiert, dass sie möglichst nahe ihrem Nennwert von 100 US-Dollar notieren soll. Fällt der Marktwert darunter – wie im volatilen Februar geschehen –, reagiert das Management mit einer Erhöhung der Ausschüttung, um Käufer zu incentivieren.
Chairman Michael Saylor kündigte daher an, den Zinssatz für März 2026 um weitere 25 Basispunkte auf 11,50 Prozent anzuheben. Seit dem Handelsstart im Juli 2025 ist die Verzinsung damit von ursprünglich 9,00 Prozent schrittweise um insgesamt 250 Basispunkte gestiegen. Das Ziel ist klar: Die Volatilität soll aus dem Papier genommen werden, auch wenn das Marktumfeld stürmisch bleibt.
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Strategiewechsel bei der Finanzierung
Diese Maßnahme unterstreicht einen fundamentalen Wandel in der Kapitalstruktur des Unternehmens. CEO Phong Le treibt die Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe weg von der Verwässerung der Stammaktionäre hin zur Ausgabe von Vorzugskapital. Das Volumen dieser Instrumente ist inzwischen auf 3,4 Milliarden US-Dollar angewachsen.
Die Kehrseite dieser Strategie sind steigende Fixkosten. Die jährlichen Dividendenverpflichtungen belaufen sich mittlerweile auf fast 800 Millionen US-Dollar. Allerdings verwies das Management auf eine komfortable Cash-Position von 2,3 Milliarden US-Dollar per Ende 2025, die die Ausschüttungen rechnerisch für über zwei Jahre deckt.
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Stammaktie unter massivem Druck
Während Vorzugsaktionäre von steigenden Zinsen profitieren, verzeichnet die Stammaktie dramatische Verluste. Im Februar fiel der Kurs um weitere 14 Prozent und markierte den achten Verlustmonat in Folge. Seit dem Hoch im November 2024 hat das Papier rund 75 Prozent an Wert eingebüßt.
Verantwortlich dafür ist der Einbruch des Bitcoin-Kurses, der inzwischen deutlich unter dem durchschnittlichen Einkaufspreis von Strategy bei 76.020 US-Dollar liegt. Die Folgen zeigten sich in den Zahlen zum vierten Quartal 2025: Das Unternehmen musste einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar ausweisen. Dennoch hält das Management an seinem Kurs fest und kaufte zuletzt im Februar weitere 592 Bitcoin, was den Gesamtbestand auf 717.722 Einheiten erhöhte.
Für das laufende Jahr 2026 bleibt das Risiko für Anleger hoch. Da die Vorzugsaktien nicht durch die Bitcoin-Bestände besichert sind, tragen Investoren trotz der hohen Rendite das volle Bonitätsrisiko des Unternehmens. Der weitere Erfolg der Strategie hängt nun davon ab, ob die hohen Kapitalkosten durch eine Erholung des Bitcoin-Marktes kompensiert werden können oder ob im April die nächste Zinserhöhung notwendig wird.
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