Thomas Straumann tritt nach über 30 Jahren aus dem Verwaltungsrat zurück. Die Ära des Namensgebers in der aktiven Aufsicht endet mit seiner Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Dieser Schritt markiert eine Zäsur in der Führung des Basler Dental-Spezialisten.

Dividendenabschlag und Governance

Parallel zum Führungswechsel wird die Aktie seit heute ex-Dividende gehandelt. Die Aktionäre erhalten eine Ausschüttung von 1,00 CHF je Anteilsschein. Nach Abzug der schweizerischen Verrechnungssteuer fließen netto 0,65 CHF an die Anleger.

Der technische Kursabschlag drückte das Papier am Vormittag in den Bereich von 90,76 CHF. Insgesamt schüttet der Konzern rund 159 Millionen CHF aus den Gewinnreserven aus. Die tatsächliche Auszahlung ist für den weiteren Monatsverlauf geplant.

Neue Expertise für die digitale Expansion

Mit Wolfgang Becker und Sébastien Schatzmann rücken zwei neue Experten in das Aufsichtsgremium. Sie sollen die bisherige Präsidentin Petra Rumpf unterstützen, die in ihrem Amt bestätigt wurde. Die Neubesetzung zielt darauf ab, die Marktposition in der digitalen Kieferorthopädie zu festigen.

Basis für den personellen Umbau sind die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Straumann steigerte den Umsatz organisch um knapp neun Prozent auf 2,6 Milliarden CHF. Die operative Kerngewinnmarge lag bei 25,2 Prozent — ein robuster Wert angesichts der weltweiten Währungsschwankungen.

Für 2026 rechnet die Konzernspitze erneut mit einem organischen Umsatzplus im hohen einstelligen Bereich. Neben Innovationen in der Premium-Implantologie steht der Ausbau der Marktanteile in Lateinamerika auf der Agenda. Konkrete Details zur Nachfragedynamik im ersten Quartal folgen mit dem Zwischenbericht im Mai.