Der japanische Autobauer geht einen ungewöhnlichen Weg. Während die Konkurrenz auf Elektroantrieb und Automatik setzt, baut Subaru die Handschaltung weiter aus. Drei neue Modelle mit manuellem Getriebe sind für 2027 angekündigt.

Drei Modelle mit Schaltgetriebe

Die Ankündigung fiel beim Fuji-24-Stunden-Rennen in Japan. Der nächste WRX STI, der neue BRZ und ein fünftüriger Hatchback kommen mit Handschaltung. Herzstück ist das TY85-Sechsganggetriebe, das für höhere Leistungsstufen ausgelegt wird.

Entwickelt werden die Modelle im Sports Vehicle Planning Office. Diese Spezialeinheit gründete Subaru erst im März 2026. Den Ausschlag für die Handschalt-Offensive gaben 9.000 Kundenanfragen zu einer Kleinserie. Der Fokus liegt auf agilerem Handling und Gewichtsreduktion – nicht auf roher PS-Steigerung.

Führungswechsel in Kanada

Parallel zur Modelloffensive verändert Subaru seine Nordamerika-Spitze. Yoichi Hori übernimmt den Vorsitz, den Posten des Präsidenten und die CEO-Rolle bei Subaru Canada. Er folgt auf Tomohiro Kubota.

Hori ist bereits Managing Executive Officer der Muttergesellschaft und Chef von Subaru of America. Die Bündelung der Führung zeigt, wie wichtig der nordamerikanische Markt für den Hersteller bleibt.

Neue Exportstrategie

Subaru prüft zudem den Export seines US-Modells Ascent nach Japan. Der in Indiana gebaute SUV könnte von vereinfachten Zulassungsverfahren für Importfahrzeuge profitieren. Ein Schachzug, der die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Japan stärken dürfte.

Bereits in den vergangenen Monaten senkte Subaru in Nordamerika die Preise für mehrere Ausstattungsvarianten des 2026er Forester. Ziel: wettbewerbsfähig bleiben.

Aktie im Minus – aber Erholungstrend

Die Subaru-Aktie notiert aktuell bei 13,88 Euro – ein minimales Minus von 0,04 Prozent. Auf Monatssicht liegt sie mit plus 10,29 Prozent klar im Plus. Seit Jahresbeginn fehlen allerdings noch 25,35 Prozent.

Das 52-Wochen-Tief von 12,36 Euro aus dem Mai 2026 liegt rund zwölf Prozent unter dem aktuellen Kurs. Ob die Handschalt-Offensive den Abwärtstrend dreht, müssen die kommenden Verkaufszahlen zeigen.