Subaru kämpft mit einem gespaltenen Markt. Während klassische Verbrenner und Hybride zweistellige Zuwächse verzeichnen, bricht das Geschäft mit Elektroautos ein. Anleger reagieren nervös auf die stagnierende E-Offensive.

In den USA kletterte das Absatzvolumen zuletzt zwar um 18,1 Prozent auf fast 55.000 Fahrzeuge. Dieser Erfolg ist jedoch einseitig. Das Wachstum stützt sich fast ausschließlich auf traditionelle Modelle wie den Forester oder den Crosstrek.

Absatzeinbruch bei Stromern

Bei den reinen Elektroautos (EV) sieht die Lage anders aus. Die Auslieferungen des Modells Solterra sanken auf nur noch 218 Einheiten. Die Nachfrage kühlt spürbar ab.

Die neueren Modelle Trailseeker und Uncharted verloren ebenfalls an Boden. Die Lieferzahlen sanken auf 953 beziehungsweise 699 Fahrzeuge. Dieser Rückschlag trifft Subaru in einer Phase, in der kleinere Hersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit bei der Elektrifizierung beweisen müssen.

Umbau zur Hybrid-Flexibilität

Das Management reagiert auf die hohen Produktionskosten und die schwankende Nachfrage. Das Unternehmen stellt seine Fertigung im japanischen Yajima-Werk auf eine „ultra-effiziente“ Strategie um.

In dieser Fabrik baut Subaru künftig Verbrenner, Hybride und E-Autos auf derselben Linie. Diese Flexibilität erlaubt es, die Produktion kurzfristig an Kundenwünsche anzupassen. Parallel dazu mindert der Konzern so die Risiken durch internationale Handelszölle. Solche Abgaben hatten das operative Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr massiv belastet.

Fokus auf Aktienrückkäufe

Um die Bewertung abzusichern, setzt der Vorstand auf Rückkäufe. Das Programm sieht den Erwerb von bis zu 80 Millionen Aktien vor. Das Volumen beläuft sich auf 150 Milliarden Yen. Der Plan läuft bis Anfang 2027.

Bisher wurden bereits mehr als zehn Millionen Anteile eingezogen. Trotzdem kämpft das Papier mit Gegenwind. Die Aktie notiert bei 13,53 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 27 Prozent im Minus. Das 52-Wochen-Hoch von 19,80 Euro bleibt vorerst außer Reichweite.

Subaru verlagert seine Ressourcen nun verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Toyota. Damit will das Management den massiven Gewinneinbruch von 90 Prozent aus dem letzten Zyklus auffangen. Die Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen im August wird zeigen, ob die neue Hybrid-Strategie die Schwäche im E-Segment kompensieren kann.