Sumitomo Chemical Aktie: Gewinnexplosion!

Sumitomo Chemical meldet einen überraschend starken Quartalsgewinn, hebt Jahresprognose und Dividende an. Pharma- und Halbleitersparten treiben das Ergebnis.

Sumitomo Chemical Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn je Aktie deutlich über Analystenerwartungen
  • Pharmageschäft und Halbleiternachfrage als Haupttreiber
  • Erhöhung der Jahresprognose und der Dividende
  • Aktienkurs nähert sich 52-Wochen-Hoch

Die Sumitomo Chemical Aktie schoss am 3. Februar 2026 um satte 10,64% in die Höhe und schloss bei 506,5 JPY – knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 506,8 JPY. Der Grund: Die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 übertrafen alle Erwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 29,12 JPY, während Analysten mit einem Verlust von -1,73 JPY gerechnet hatten. Eine Abweichung von über 1.783%.

Pharma und Halbleiter treiben die Ergebnisse

Das Kernbetriebsergebnis kletterte um 211,1% auf 186,8 Milliarden JPY – ein Sprung von 126,8 Milliarden JPY im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 87,4 Milliarden JPY, obwohl der Umsatz um 10,4% auf 1.706,3 Milliarden JPY zurückging. Verantwortlich für diesen scheinbaren Widerspruch: strategische Unternehmensverkäufe brachten rund 80 Milliarden JPY ein.

Das Pharmaunternehmen Sumitomo Pharma wurde zum Hauptgewinner. Das Segment steuerte 111,2 Milliarden JPY zum Gesamtergebnis bei – ein Plus von 86,9 Milliarden JPY gegenüber dem Vorjahr. Starke Verkäufe der Medikamente ORGOVYX und GEMTESA kompensierten die negativen Effekte von Preissenkungen durch die japanische Krankenversicherung. Zusätzlich flossen Gewinne aus dem teilweisen Verkauf des Asiengeschäfts ins Ergebnis.

Der Bereich Essential & Green Materials drehte ebenfalls ins Plus. Mit einem Betriebsergebnis von 19,8 Milliarden JPY verbesserte sich das Segment um 64,1 Milliarden JPY. Dazu trug der Verkauf von Anteilen an Petro Rabigh bei, einem Gemeinschaftsunternehmen, dessen Raffineriemargen sich ebenfalls verbesserten.

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Halbleiter-Boom setzt sich fort

Im Segment ICT & Mobility Solutions ging der Gewinn zwar um 13,2 Milliarden JPY auf 46,5 Milliarden JPY zurück, doch hier zeigt sich ein differenziertes Bild. Display-Materialien litten unter Preisdruck und rückläufigen Volumen. Die Halbleitersparte hingegen legte deutlich zu. Die Nachfrage nach Resist-Materialien und hochreinen Chemikalien stieg, getrieben von der Erholung im Speicher- und Logikchip-Markt.

„Die Halbleiternachfrage hat sich stärker erholt als erwartet“, betonte Yamauchi, Finanzchef von Sumitomo Chemical, während der Telefonkonferenz am 3. Februar. Besonders die DRAM- und NAND-Märkte zeigen Wachstum, auch wenn es regionale Unterschiede gibt. Südkorea verzeichnet durch Generationswechsel rückläufige Nutzung, während neue Werke in Taiwan und China die Nachfrage antreiben.

Prognose angehoben – Dividende steigt

Aufgrund der starken Entwicklung hob Sumitomo Chemical die Jahresprognose an. Das Kernbetriebsergebnis für das Gesamtjahr wird nun bei 200 Milliarden JPY erwartet, 15 Milliarden JPY mehr als im November prognostiziert. Der Nettogewinn soll 55 Milliarden JPY erreichen – ein Anstieg um 10 Milliarden JPY gegenüber dem Vorjahr.

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Die Dividende für das Geschäftsjahresende wurde auf 7,5 JPY je Aktie erhöht. Damit beträgt die Gesamtdividende für das Jahr 13,5 JPY – deutlich über den 9 JPY des Vorjahres. Die Ausschüttungsquote liegt bei rund 40%, über der bisherigen Zielmarke von 30%. Das Management signalisierte, dass diese Dividendenhöhe als Minimum angesehen wird.

Risiken bleiben bestehen

Nicht alle Bereiche laufen rund. Der Agrochemie-Sektor kämpft mit anhaltendem Preisdruck, besonders in Südamerika. Dort belasten Dürreperioden und Kreditsorgen bei Kunden das Geschäft. Der Methionin-Markt, der sich in der ersten Jahreshälfte erholte, schwächelt in der zweiten Jahreshälfte wieder ab. Petrochemikalien leiden weiterhin unter niedrigen Margen.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit sank auf 111,6 Milliarden JPY, verglichen mit 140,7 Milliarden JPY im Vorjahreszeitraum. Der freie Cashflow brach von 197,5 Milliarden JPY auf 71,8 Milliarden JPY ein – hauptsächlich durch den Vergleich mit den hohen Verkaufserlösen des Vorjahres.

Dennoch: Mit einem KGV von nur 9,59 scheint der Markt die strukturelle Verbesserung noch nicht vollständig eingepreist zu haben. Die Restrukturierung trägt Früchte, und die Positionierung in wachstumsstarken Bereichen wie Pharma und Halbleiter zahlt sich aus.

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