Der schwedische Forstkonzern Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) hat am 30. Januar 2026 seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und die Anleger reagierten prompt: Die Aktie sackte um 3,82% auf 115,3 SEK ab. Kein Wunder, denn die Ergebnisse offenbaren die ganze Härte des aktuellen Marktumfelds.
Im vierten Quartal brach der Gewinn von 820 Millionen SEK im Vorjahr auf nur noch 485 Millionen SEK ein – ein Rückgang von 41%. Der Gewinn je Aktie fiel von 1,17 SEK auf 0,69 SEK. Auch der Umsatz schrumpfte um knapp 5% auf 4,9 Milliarden SEK. Die EBITDA-Marge rutschte von 32,1% im Vorjahresquartal auf magere 25,2% ab.
Was drückt die Zahlen?
Verantwortlich für den Einbruch sind vor allem drei Faktoren: sinkende Verkaufspreise, negative Währungseffekte und steigende Rohstoffkosten. Der schwache US-Dollar belastet die Ergebnisse massiv – allein die Währungsumrechnung kostete SCA im vierten Quartal 269 Millionen SEK beim EBITDA. Hinzu kommen höhere Kosten für Schnittholz, die um 7-8% im ersten Quartal 2026 weiter steigen dürften, bevor sie dann allmählich zurückgehen.
Für das Gesamtjahr 2025 erreichte SCA zwar ein EBITDA von 6,6 Milliarden SEK bei einer Marge von 32%, doch auch hier zeigt sich der Abwärtstrend: Im Vorjahr lag das EBITDA noch bei 7,1 Milliarden SEK. CEO Ulf Larsson räumte ein: „Wir befinden uns jetzt am Tiefpunkt dieses Konjunkturzyklus.“
Containerboard: Überkapazitäten belasten
Im Geschäft mit Verpackungspapier sieht es düster aus. Die europäische Fertigungsindustrie schwächelt weiterhin, was die Nachfrage nach Verpackungen bremst. Zwar stiegen die Auslieferungen von SCA um 8% gegenüber dem Vorjahresquartal, doch die Preise gaben nach. Im Januar 2026 musste SCA einen weiteren Preisrückgang von 20 Euro pro Tonne bei braunem Kraftliner hinnehmen.
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Das Problem: Neue Kapazitäten bei Testliner sind schneller auf den Markt gekommen als alte Anlagen stillgelegt wurden. SCA verkauft deshalb mehr Volumen in Übersee – zu deutlich niedrigeren Margen. Die neue Papiermaschine in Obbola produzierte 2025 rund 600.000 Tonnen und erreichte damit planmäßig ihre Zielleistung. Doch in der aktuellen Marktsituation verpufft dieser Produktionsanstieg weitgehend wirkungslos.
Zellstoff: China stützt, Europa schwächelt
Im Zellstoffgeschäft zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Nachfrage in China im vierten Quartal anzog, blieb sie in Europa und den USA schwach. Die Preise für NBSK-Zellstoff fielen leicht, während die PIX-Notierungen im Januar 2026 von 1.500 auf 1.550 US-Dollar pro Tonne stiegen – allerdings nur, um die gestiegenen Rabatte zu kompensieren.
In Europa erhöhten sich die Jahresrabatte um mittlere einstellige Prozentsätze, in den USA um niedrige einstellige Prozentsätze. CFO Andreas Ewertz warnte: „Wenn der Dollar auf dem aktuellen Niveau bleibt, wird das ein weiterer Gegenwind sein.“ SCA hat zwar etwa 50% seiner Währungsexposition abgesichert, doch die indirekte Dollarbelastung beträgt rund 700 Millionen US-Dollar pro Jahr.
Holzprodukte: Preisdruck bei Sägewerken
Das Geschäft mit Massivholzprodukten kämpft mit einem trägen Markt. Die Verkaufspreise sanken im vierten Quartal 2025 um 5% gegenüber dem dritten Quartal. Für das erste Quartal 2026 erwartet SCA stabile Durchschnittspreise, allerdings mit unterschiedlichen Tendenzen: Während Kiefernpreise unter Druck bleiben, stabilisieren sich Fichtenpreise aufgrund einer besseren Marktbalance.
Die drastisch gestiegenen Kosten für Schnittholz – besonders Fichte – belasten die Margen schwer. Im vierten Quartal fiel die EBITDA-Marge des Segments von 17% im Vorjahr auf nur noch 6%. Immerhin: Die deutschen Sägewerke haben ihre Produktion gedrosselt, was mittelfristig für Entlastung sorgen könnte.
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Sturm Johannes: Fluch oder Segen?
Ende Dezember 2025 fegte Sturm Johannes über Mittelschweden und warf landesweit rund 10 Millionen Kubikmeter Holz um, auf SCA-Land waren es nur 100.000-200.000 Kubikmeter. Das zusätzliche Angebot dürfte die bereits fallenden Zellstoffholzpreise weiter drücken – für das erste Quartal 2026 rechnet SCA mit einem Rückgang um rund 2%.
Bei Sägerundholz könnte das Überangebot zumindest die hartnäckig hohen Preise dämpfen, auch wenn SCA selbst im ersten Quartal noch mit 7-8% höheren Kosten rechnet, da bereits im vierten Quartal größere Mengen zu hohen Preisen eingekauft wurden.
Forstvermögen: Wertberichtigung
Der Wert von SCAs Forstbeständen – Europas größter privater Waldbesitz – sank von 107,3 Milliarden SEK Ende 2024 auf 103,8 Milliarden SEK Ende 2025. Der für die Bewertung herangezogene Dreijahresdurchschnittspreis fiel um 4% auf 372 SEK pro Kubikmeter. Zwar stieg das stehende Volumen durch natürliches Wachstum auf 277 Millionen Kubikmeter, doch dies konnte den Preisrückgang nicht vollständig kompensieren.
Dividende: Stabilitätssignal
Trotz des schwachen Geschäftsverlaufs schlägt der Vorstand eine unveränderte Dividende von 3,00 SEK je Aktie vor – ein Signal, dass das Management an eine Erholung glaubt. CEO Larsson betonte: „Unsere strategischen Investitionen beginnen zu liefern.“ Die Frage bleibt: Wann dreht der Markt?
Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief von 110,85 SEK und einem Verschuldungsgrad (Net Debt/EBITDA) von 1,7x steht SCA solide da – doch die Anleger bleiben skeptisch, solange die Märkte schwach bleiben.
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