Die schwedische Handelsbanken hat am gestrigen Mittwoch die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt. Der Gewinn brach um 9 Prozent auf 5,97 Milliarden SEK ein – deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,85 Milliarden SEK. Trotzdem übertraf das Institut die Erwartungen der Analysten, die lediglich 5,49 Milliarden SEK prognostiziert hatten. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von 3,03 Prozent und notiert nun nahe dem 52-Wochen-Hoch bei 149,45 SEK.
Über das Gesamtjahr 2025 gesehen lieferte Handelsbanken eine bemerkenswerte Performance: Die Gesamtrendite für Aktionäre lag bei über 30 Prozent. Das ist umso erstaunlicher, als der operative Gewinn im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 30,75 Milliarden SEK zurückging.
Wo drückt der Schuh?
Das klassische Zinsgeschäft gerät unter Druck. Die Nettozinserträge sanken im vierten Quartal um 4 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 10,04 Milliarden SEK. Verantwortlich dafür sind schrumpfende Margen und höhere Refinanzierungskosten – eine direkte Folge der sinkenden Marktzinsen. Auch im Gesamtjahr 2025 war dieser Trend spürbar.
Doch Handelsbanken hat eine Antwort auf diese Herausforderung: Das Provisionsgeschäft wächst kontinuierlich. Im vierten Quartal legten die Gebühren- und Provisionserträge um 5 Prozent auf 3,12 Milliarden SEK zu. Besonders stark entwickelte sich das Spargeschäft, das 67 Prozent dieser Erträge beisteuert und seit Ende 2023 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 7 Prozent zulegt.
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Kostendisziplin als Erfolgsfaktor
Die Schweden halten die Kosten eisern im Griff. Die Personalkosten sanken im Vergleich zum vierten Quartal 2023 um 5 Prozent. Über das Gesamtjahr 2025 reduzierten sich die Aufwendungen sogar um 7 Prozent gegenüber 2024. CEO Michael Green brachte die Philosophie auf den Punkt: „Wir sind Handelsbanken, und wir halten das Geld eng am Körper.“
Diese Disziplin spiegelt sich in einer beeindruckenden Kosten-Ertrags-Relation von 40,7 Prozent wider. Die Eigenkapitalrendite liegt trotz aller Widrigkeiten bei soliden 13,0 Prozent.
Ein besonderes Highlight: Zum achten Mal in Folge verzeichnete die Bank Netto-Rückstellungsauflösungen im Kreditgeschäft. Die Kreditqualität ist außergewöhnlich stark – ein Alleinstellungsmerkmal unter nordischen Banken.
Solide Kapitalbasis, steigende Dividende
Mit einer harten Kernkapitalquote von 17,6 Prozent liegt Handelsbanken deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 14,7 Prozent. Diese komfortable Polster gibt dem Management Spielraum für Wachstumsinvestitionen und Aktionärsausschüttungen.
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Der Vorstand schlägt eine Dividende von 17,50 SEK je Aktie vor – ein Anstieg gegenüber 15,00 SEK im Vorjahr. Darin enthalten ist eine ordentliche Dividende von 8,00 SEK je Aktie. Das Ergebnis je Aktie betrug im vierten Quartal 3,01 SEK, minimal über dem Vorquartalswert von 3,00 SEK.
Internationalisierung zeigt Wirkung
Schwedens Heimatmarkt steuert zwar weiterhin 71 Prozent zum operativen Gewinn bei, doch die Expansionsstrategie in Großbritannien und den Niederlanden trägt Früchte. Das Kreditwachstum in diesen Märkten kompensiert zunehmend die schwächere Entwicklung im Stammland.
Allerdings drohen neue Belastungen: Die erwarteten Zinssenkungen in Großbritannien und Norwegen dürften die Kreditmargen weiter unter Druck setzen. Handelsbanken will dem mit verstärktem Volumenwachstum begegnen, insbesondere auf der britischen Insel.
Für 2026 plant das Management höhere Wachstumsambitionen, unterstützt durch Investitionen in Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Die Kreditwürdigkeit des Instituts ist erstklassig – kein anderes privates Bankhaus weltweit verfügt über ein höheres Gesamtrating der führenden Ratingagenturen.
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