Swiss Re lässt den schwachen Juni hinter sich. Innerhalb weniger Wochen kletterte der Kurs deutlich nach oben. Nun blickt die Branche gespannt auf den morgigen Stichtag für neue Verträge.

Rückkehr über wichtige Marken

Seit dem Jahrestief bei 123,70 Euro am 2. Juni legte das Papier um fast 13 Prozent zu. Aktuell notiert der Titel bei 139,55 Euro. Damit durchbrach die Aktie wichtige Durchschnittslinien der vergangenen Monate.

Trotz der jüngsten Rally bleibt der Abstand zum Oktober-Hoch groß. Bis zur Marke von 166,95 Euro fehlen noch rund 16 Prozent. Die Volatilität hat sich derweil deutlich beruhigt.

Analysten sehen Gewinn-Höhepunkt

Morningstar-Analyst Henry Heathfield sieht 2026 als das Jahr der Rekordgewinne. Bisher profitiert die Branche von wenigen Großschäden. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich.

Allerdings könnte die Schadenfrequenz im kommenden Jahr wieder steigen. Experten rechnen mit einer Normalisierung durch Wetterphänomene wie El Niño. Das würde die aktuell hohen Margen unter Druck setzen.

Harter Wettbewerb zum Halbjahr

Der Makler Guy Carpenter berichtet von hartem Wettbewerb zum 1. Juli. Rückversicherer verfügen über reichlich Kapital. Erstversicherer können dadurch oft vorteilhafte Konditionen aushandeln.

Swiss Re reagiert auf diesen Preisdruck. Der Konzern weicht verstärkt auf Speziallösungen wie parametrische Versicherungen aus. So entzieht sich das Unternehmen dem reinen Preiskampf in klassischen Sparten.

In den nächsten Wochen entscheiden die Daten der Juli-Erneuerungen über den weiteren Trend. Parallel dazu rückt die Hurrikan-Saison im Nordatlantik näher. Diese wird die Belastbarkeit der aktuellen Gewinnprognosen prüfen.